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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1909-09-01 · Heft 9 (September 1909) · p. Seite 135

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
5 (1909)
Issue
Heft 9 (September 1909)
Article
Die autochthone Bevölkerung Palästinas in anthropologischer Beziehung
Date
1909-09-01
Page
Seite 135 (sequence 7)
Language
German
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— 135 — war der meist stattliche Bart häufig heller als das Kopfhaar, in zwei Fällen war der Bart rot. Auch war bei den Fellachen und Juden der Bart nicht selten um einige Stufen heller als das Kopfhaar. Auch die Iris ist in einem großen Prozentsatz dunkelbraun bei gänzlichem Fehlen der blauen (außer bei einem Juden) und verhältnißmäßiger Seltenheit der grauen Farbe. Die Irisfarbe war: Fellachen Samaritaner Juden Jaffa Safed blau bei — — 1 hellbraun „ 5 9 3 5 braun „ 6 8 6 6 dunkelbraun „ 8 6 6 1 tiefdunkelbraun „3 2 — — grau „ 3 5 5 1 Für alle Gruppen ist also das Fehlen des blonden Elementes charakteristisch. Um ganz genau zu sein, muß ich hinzufügen, daß unter den Samaritanern mir ein Blonder auffiel, der sich aber nicht untersuchen lassen wollte. Dem Farbentypus nach stellen also sämtliche Untersuchte eine bemerkenswerte Einheitlichkeit dar, indem etwa 85 Prozent von ihnen echte Brünette (dunkles Haar—braune Augen) und die übrigen Mischlinge (dunkles Haar—graue Augen) waren. Dem Farbentypus nach waren: Feilachen Samaritaner Juden Jaffa Safed brünett 22 25 15 12 gemischt 3 5 5 2. Was die 7 gemessenen Fellachinnen anbelangt, so zeigen sie nach Tabelle IX in Bezug auf die verschiedenen Indices und den Farbentypus eine große Übereinstimmung mit den Männern. Es fehlt nns leider irgend ein Vergleichsmaterial in Beziehung auf die Fellachen. Jedoch glaube ich, daß die geringe Abweichung in den Maßen der beiden von mir gemessenen Gruppen, deren Wohnorte weit voneinander entfernt sind, die Richtigkeit der gewonnenen Resultate bestätigt. Danach sind die Fellachen ausgesprochene Brünette von übermittelhoher Körpergröße; ihre Kopfform steht hart an j der Grenze der Dolichocephalie; ihr Gesicht I und ihre Nase sind von länglicher Gestalt; 1 der Nasenrücken überwiegend gerade, aber auch semitische Nasen sind keine Seltenheit. Dabei unterscheiden sich beide Gruppen, die Küsten- und die Bergfellachen, so wenig voneinander, daß sie mit vollem Recht als zu einem Volke gehörend, dessen körperliche Eigenschaften deutlich ausgesprochen sind, betrachtet werden können. Für den hohen Grad der Reinerhaltung dieses Volkes spricht die verhältnißmäßig geringe Zahl der Rundköpfe sowie die Seltenheit der Personen von gemischtem Farbentypus, die darunter anzutreffen sind. Für die Samaritaner liegt ein Vergleichsmaterial von Huxley1) vor, der 35 erwachsene Männer im Jahre 1901 anthropologisch untersucht hat. Seine Resultate sind in der Vergleichstabelle IX neben den meinigen hingesetzt. Wie auch zu erwarten war, stimmen unsere Zahlen fast vollkommen überein; da wir beide wohl dieselben Personen gemessen haben. Die größte Differenz zeigt der Nasenindex, der bei Huxley um etwa 7 Einheiten größer ist. Die Ursache dafür ist wohl in der verschiedenen Meßmethode der Nasenbreite zu suchen, die ebenfalls eine große Differenz aufweist. Im Ganzen haben wir in den Samaritanern ein Volk, das hohe Statur, Neigung zu Langköpfigkeit, langes Gesicht, schmale semitische Nase und brünette Komplexion auszeichnet. Zum Vergleich mit den palästinensischen Juden habe ich die von mir studierten südrussischen Juden2) herangezogen. Während bei den Fellachen und Samaritanern eine Identität des Vergleichsmaterials zum Vorschein kam, fällt hier eine bemerkenswerte Differenz zwischen den beiden Vergleichsgruppen auf. Was zuerst den großen Unterschied in der Körperhöhe anbelangt, indem die Palästinenser Juden im Mittel klein und die südrussischen mittelhoch sind, so möchte ich dieser Erscheinung keine besondere Bedeutung zuschreiben, da die kräftigsten Elemente aus El-buke'a nach Argentrna ausr) Z. f. Dem. u. Stat. d. Juden, 1906, S. 137. 2J Arch. f. Anthr., B. 23.

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