Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 5 (1909)
- Issue
- Heft 9 (September 1909)
- Article
- Die autochthone Bevölkerung Palästinas in anthropologischer Beziehung
- Date
- 1909-09-01
- Page
- Seite 134 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2650397-3187664-3187674-3190271--2325-3190297- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Safed 3× ep/1046078
OCR text
— 134 — Feilachen Samaritaner Juden Jaffa Safed Gesichtsform oval bei 11 10 6 7 langov. „ 6 7 6 2 breitov. 4 2 1 — spitzov. „ 4 8 2 5 iangspov. „ — 3 5 — Jochbeine schwach vorst. >*? 9 4 6 Stirn fliehend — 2 4 2 Tabelle Vli. Obere und untere Nasenbreite. Schwankungsbreite 26—30 35 4.0 Minimum Maximum Mittel Obere Nasenbr. Feüachen Untere Nasenbr. Fellachen 1 — 12:24 3 9 2 30 36 33 Tabelle VIII. Nasenhöhe und Nasenindex. Nasenhöhe Nasenindex in bfl Fellachen w. <U co bjo Fellachen CD :hwankun breite c! 5 breite Samaritan Jaffa Safed SamarlU Juder :hwanki J2 t3 Safed Juder tf> (/) 16-50 2 6 1 3| 40,1- -50 _ _, 1 _ 55 10 19 5 7 : 60 7 4 13 3 60 11 5 11 4i 70 14 24 4 11 65 2 — 3 —: 80 4 2 2 — Minimum 49 47 50 49 j 53,6 55,4 50,0 53,6 Maximum 64 59 62 57! 73,5 72,3 71,1 70,0 Mittel 56 53 57 54; 62,5 64,1 59,6 61,1 Trotz des im Ganzen kleineren Gesichtes der Juden entsprechen ihre Nasenmasse ungefähr denen der Fellachen und Samaritaner. Die obere Nasenbreite (Distanz der inneren Augenwinkel) ist bei allen im Mittel kleiner als die untere, wobei individuelle Ausnahmen aus diesem Verhältnis selten sind. Die Samaritaner haben mit 57 mm die längste Nase und deshalb auch den kleinsten Nasen index, was ganz im Einklänge mit dem eben geschilderten Gesichtsindex steht, denn sie sind hyperleptorrhin, während die Fellachen und Juden leptorrhin sind. Die Nasenform zeigte eine bemerkenswerte Einheitlichkeit, denn es wurden nur gerade und semitische Nasen festgestellt mit einer Ausnahme bei einem Fellachen, der eine Adlernase aufwies. Während aber bei den Fellachen die gerade Nase überwog, wurde bei den Juden und Samaritanern das umgekehrte Verhältnis festgestellt. Denn nur ein Drittel der Fellachen, dagegen aber zwei Drittel der Juden und Samaritaner hatten eine semitische Nasenform. Letztere fällt aber nicht mit der in Europa sogenannten Judennase zusammen, die gewöhnlich plump und groß ist und einen stark gebogenen Eücken hat. Dagegen zeichnete sich die semitische Nase der in Rede stehenden Völkerschaften im Allgemeinen durch Feinheit und Schmalheit aus bei einem nur leise gekrümmten Rücken. Während letztereNasenform mitRecht semitisch genannt werden darf, weil sie eine Eigentümlichkeit der echten Araber ist, wird die Judennase nur mit Unrecht so bezeichnet, da sie eher ein Merkmal der armenoiden Völker ist, wie schon v. Luschan richtig bemerkt hat. Fellachen Samaritaner Juden Jaffa Safed Nasenform gerade bei 21 18 6 3 semitisch 4 11 14 11 Adler — 1 — — Nase groß 1 — — — breit „41 — 1 platt 1 — — — Was die Komplexion anbelangt, so zeigte sich ein bedeutendes Überwiegen der dunklen Farben. Die Hautfarbe entsprach meistens der der Südeuropäer, wobei die Samaritaner entschieden hellhäutiger waren, was wahrscheinlich mit ihren Lebensbedingungen als Städter im Zusammenhang steht. Die Haarfarbe war: Fellachen Samaritaner Juden Jaffa Safed dunkelbraun bei 4 2 4 — tlefdunkelbr. „ — 3 1 — schwarz „ 21 25 lo 14 Haar kraus „4 — — — Die schwarze Farbe der Haare überwiegt also bedeutend, wobei blond und sogar hellbraun gänzlich fehlen. Bei den Samaritanern