Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 5 (1909)
- Issue
- Heft 9 (September 1909)
- Article
- Die autochthone Bevölkerung Palästinas in anthropologischer Beziehung
- Date
- 1909-09-01
- Page
- Seite 133 (sequence 5)
- Language
- German
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- Safed 3× ep/1046078
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— 133 — in Gefahr zu kommen. Nun glaubte ich darin eine Erklärung für die Langköpfigkeit der Bevölkerung erlangt zu haben, fand aber beim betreffenden Kinde einen Index von 78,2. der höher als der Mittelwert der Erwachsenen war. Zwei andere Kinder hatten noch höhere Indices, so ein fünfmonatliches 85,8 und ein achtmonatliches 80,0. Die Ursache für die verschiedene Kopf form ist also wohl eine tiefere. Jedenfalls ist aber die Lagerung des Kindes nicht das ausschlaggebende Moment in dieser Beziehung. Tabelle III. Kopfindex. Kopfform Fellachen Jaffa Ü ———;-h "ö 1 S s *5; ~ C3 £ : 1 * s! bii Samaritaner Juden | hyperdolichoc. . . . . —70 1 — _ 1 _ doüchocephal . . . . —75 6 ■■ 2 8 7 1 mesocephal .... . -80 15 3 19 9 6 brachycephal . . , . —85 3; 1 3 3 6 hyperbrachyc. . . . . -90 —! 1 — — 1 Minimum 69,8172,8 71,1 69,6 72,9 Maximum 84,5 86,1 80,7 84,8 85.2 Mittel 76,9:76,7 75,7 76,2 79iS Den Durchmessern entsprechend ist auch der mittlere Kopf umfang bei den Juden geringer als bei den übrigen, wie es Tabelle IV zeigt, wobei der Unterschied zu Gunsten der Fellachen und Samaritaner etwa 2 cm beträgt. Tabelle IV. Kopfumfang. >5chwankungsbreite Fellachen Samaritaner Juden Jaffa | Safed 48,1-50 _ _ 1 52 1 — 2 7 54 11 10 5 5 56 11 17 7 1 58 — 2 1 — 60 — 1 — — Minimum 51,5 52,5 51 50 Maximum 56 58,5 58 54,5 Mittel 54,2 54,7 54,1 52,5 Auch lassen sich in der Gesichtsbildung der Juden gewisse Abweichungen bemerken. Ihr Gesicht ist beinahe um 10 mm kürzer und um ebensoviel schmäler als das der Tabelle V. Gesichtslänge und Jochbreite. Gesichtslänge j Jochbreite oo bÄ c 3 ü *G "5 Jo Fellachen Samaritaner j Juden j j Vi! w c i 3 ö c "3 « £ £ -° XL \ <-> C/3 Fellachen Samaritaner Juden Jaffa Safed Jaffa Safcd 106-110 -i - _ 2 116—120 _; _ _ 2 115 % 1 1 2 i 125 i! - 2 1 120 4' 9 1 3 130 4; 5 4 >~» 0 125 6 8 4 5 135 6: 12 9 7 130 Iii 8 5 2 140 8: 10 3 1 135 ii 4 5 — 145 5| 3 2 — 140 ü — 4 — 150 l! - — — Minimum 114:113 113 110 : 124126 123 119 Maximum 1371134 140 126! l 146144 145 136 Mittel 125|127 129 119! 136135 i 133 128 Tabelle VI. Gesichtsindex. SchwankungS' breite Fellachen Jaffa Männer; Frauen j 1 Safed | Sama' ritaner Juden 80,1-85 2 1 _ 2 90 8 2 ii 8 1 2 95 8 3 ji 16 6 6 100 5 2 ls 5 9 4 105 2 11 — 3 — 110 — — ii — 1 — Minimum 83,3 86,8 Ii 81,9 89,7 80,9 Maximum 101,5 96,7 Ii 99,2 105,5 99,2 Mittel 91,9 92,1 i| ii 94,1 97,0 93,0 Fellachen und Samaritaner. Weil es aber in seinen beiden Hauptdurchmessern gleichzeitig verringert ist, zeigt der Gesichtsindex keine bedeutende Abweichung von dem der anderen Gruppen. Dem mittleren Gesichtsindexe nach sind alle Gruppen leptoprosop, die Samaritaner sogar hyperleptoprosop. Bei den letzteren ist eine die Jochhreite überwiegende Gesichtslänge keine seltene Erscheinung. Das Gesicht macht als Ganzes nach nebenstehender Zusammenstellung einen mehr länglichen Eindruck, obgleich die Stirn im Allgemeinen nicht hoch, bei den Fellachen sogar niedrig zu nennen war. Auffallend ist das häufige Vorstehen der Jochbeine, obgleich in sehr schwachem Grade, weshalb das Gesicht etwas flach erscheint.