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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1909-09-01 · Heft 9 (September 1909) · p. Seite 131

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
5 (1909)
Issue
Heft 9 (September 1909)
Article
Die autochthone Bevölkerung Palästinas in anthropologischer Beziehung
Date
1909-09-01
Page
Seite 131 (sequence 3)
Language
German
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- 131 — Palästina, das nie ein Emporium arabischer Macht und Pracht war, wie Ägypten es noch jetzt ist. Neben den Fellachen haben jedenfalls auch die Samaritaner als Eeste der Ureinwohnerschaft Palästinas zu gelten. Diese im Altertum weit verbreitete jüdische Sekte zählt jetzt nur etwa 150 Bekenner, die sämmtlich in Nablus wohnen, am Fuße ihres heiligen Berges Garizim. Wegen Vermischung mit den umgebenden Völkern von Esra nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil aus der jüdischen Gemeinschaft ausgestoßen, haben die Samaritaner seitdem kaum ausgiebige Gelegenheit gehabt, sich weiter zu vermischen und seit Einführung des Islams ist eine Vermischung zur Unmöglichkeit geworden, da diese Unglücklichen von den Juden und den Mohammedanern gleich verachtet werden, sodaß sie, infolge des großen Männerüberschusses bei ihnen und der Verweigerung seitens der Andersgläubigen? ihnen Frauen zu überlassen, einer sicheren und nicht fernen Vernichtung entgegengehen. Endlich haben sich noch an einigen Orten, so in El-buke'a, Safed und Schefa'amr, kleinere jüdische Gruppen erhalten, die meist Ackerbau treiben und in Sprache, Tracht und Sitte von gewöhnlichen Fellachen nicht zu unterscheiden sind. In den unzugänglichsten Teilen Galiläas wohnend, scheint unter ihnen noch mancher Judaeus primigenius zu wandeln. Um Mißverständnissen vorzubeugen, möchte ich darauf aufmerksam machen, daß ich überall Ureinwohner im SinneUrisraelite gebrauche, da es doch feststehende Tatsache ist, daß die Hebräer bei ihrer Einwanderung die Kanaaniter in sich aufgenommen und so sich zum Volke Israel umgestaltet haben. Wird es gelingen den Typus des Urisraeliten festzustellen, so ist damit auch der Typus des eigentlichen Ureinwohners, der in den Israeliten aufgegangen ist, charakterisiert. In manchem der heutigen Fellachen steckt wahrscheinlich ein alter Kanaaniter, der verschiedene Wiedergeburten als Jude, Christ und Mohammedaner durchgemacht und während seines Erdenwandeins mindestens ein halbes Dutzend Sprachen gepsrochen hat. Noch weiter zu gehen und den Typus des Präkanaaniters feststellen zu wollen, seheint mir ein eitles Unternehmen zu sein. Nun wollen wir zur anthropologischen Charakteristik der eben geschilderten drei Bevölkerungsgruppen übergehen, unter denen sich Urelemente erhalten haben konnten. Ich habe im Ganzen 62 Fellachen, 20 Samaritaner und 14 Juden gemessen. In der Meinung, daß die Fellachen der Küste von denen des gebirgigen und deshalb weniger zugänglichen Binnenlandes vielleicht verschieden sind, habe ich die Fellachen an zwei Orten studiert, und zwar 25 Männer und 7 Frauen in der jüdischen Kolonie Rischon le-Zion in der Nähe von Jaffa und 30 Männer in der jüdischen Kolonie Rosch Pinah in der Nähe von Safed. Irn Orte El-buke'a, etwa acht Reitstunden von Safed entfernt, einsam in Obergaliläa liegend, untersuchte ich 14 Juden, fast die gesamte übriggebliebene erwachsene jüdische Bevölkerung.1) Die Samaritaner habe ich in Nablus gemessen. Tabelle 1. Körperhöhe und Klafterweite. C/5 hü c 3 c "5 I * u tn Fellachen Jaffa Safed Sama' ritaner Juden Höhe Klafter Höhe Klafter Höhe Klafter Höhe! Klafter! 140,1-145 __ _! _ _ _ _ Ii — 150 _ __! _ _ _ _ 2* — 155 — _ I — — _ — 4 1 160 5 2 — — — Ij 2 165 4 | 5 1 1 — 3| 4 170 8 2 ' 10 3 5 3 2\ 3 175 7 2 | 9 8 4 8 lj 3 180 1 1! 3 7 6 1 I 185 — 1 i 1 4 4 5 190 — —; — 5 3 —: l 195 — — i — 2 — — —j_ Zahl der! Gemessenen 25 6 ' 30 30 20 20 141 14 Minimum 157 167 M56.5 164,5 161,5|167 141; 152 Maximum 175,5 185 IIS! 195 184 189 1741188 Mittel 166,8174,6169,5 178,5 174,5] 177,4 158? 160,5 In Tabelle Klafterbreite die K ö r p e r r) Peki'in und seine Juden. Globus, B. 96. I ist die Körperhöhe neben der zusammengestellt. Was zuerst hohe anbelangt, so zeigt sie

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