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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-10-01 · Heft 10 (Oktober 1907) · p. Seite 151

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 10 (Oktober 1907)
Article
Die Austritte aus dem Judentum in Berlin
Date
1907-10-01
Page
Seite 151 (sequence 7)
Language
German
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— 151 — für Westpreußen: 63 „ Ostpreußen: 53 Pommern: 45 „ Sachsen: 38 ,, Rheinprovinz: 23 Westfalen: 22 „ Hessen-Nassau: 21 ,, Hannover: 20 ,, Schleswig-Holstein: 4. Nächst Berlin stellen also die Provinzen Schlesien und Posen das größte Kontingent zu den Ausgetretenen. Für die anderen deutschen Bundesstaaten ergeben sich folgende Ziffern: Hamburg: 33 Bayern: 23 Sachsen: 18 Hessen: 17 Anhalt: 13 Mecklenburg: 9 Baden: 7 Braunschweig: 7 Württemberg: 5 Lippe: 3 Schwarzbiirg-Sondershausen: 2 Sachsen-Wei m ar: 1 Sach sen-Co Im rg- Go th a 1 Bremen: 1 Elsaß-Lothringen: 1. Von den aus dem Auslande stammenden Ausgetretenen sind gebürtig: aus Österreich/Ungarn: 79 „ Rußland: 27 " ,. Amerika: 10 ,, Großbritannien: 5 ,, Italien: 2 Niederlande: 2 ,, Rumänien: 2 „ der Türkei: 2 Australien: 2 „ Dänemark: 1. Der Beruf der Ausgetretene n. Der Beruf der aus dem Judentume ausgetretenen männlichen Personen ließ sich fast überall (bis auf 7 Fälle) feststellen. Die Austretenden gehören den verschiedensten Berufen an. Am stärksten sind unter ihnen die Kaufleute vertreten, nämlich mit 422 Per ronen oder 30,4 %. Rechnet man noch die übrigen kaufmännischen Berufe (Bankiers, Buchhändler, Agenten, Fabrikanten u. s. w.) hinzu, so ergiebt sich die Zahl 595, d. h. 42,87 '%. Nächst den Kaufleuten sind die Ärzte am meisten an den Austritten beteiligt, nämlich mit 164^=11,81% (ohne die Studenten der Medizin). Personen mit juristischer Vorbildung fanden sich 154 oder 11,1%. Darunter waren 51 Rechtsanwälte und 10 Richter. Zählen wir alle akademisch gebildeten Personen (einschließlich der Studenten) zusammen, so erhalten wir die Zahl 498, d. h. 35,88%. Also mehr als der dritte Teil der aus dem Judentum Ausgetretenen hat akademische Bildung genossen. Studenten sind im Ganzen 91 oder 6,55 % ausgetreten. Ferner befanden sich unter den Ausgetretenen 47 Schriftsteller und Redakteure. Was den Beruf der Frauen anlangt, so kommen hierfür nur die ledigen Frauen in Betracht, diese waren aber meist nur als „Fräulein" bezeichnet, so daß nicht feststeht, ob sie einen Beruf ausübten oder nicht. Nur in 21 Fällen findet sich die Angabe eines Berufs. Es sind hiernach aus dem Judentum ausgetreten: 5 Lehrerinnen, 5 Schneiderinnen, 2 Schauspielerinnen, 2 Buchhalterinnen und je eine Malerin, Krankenschwester, Sängerin, Verkäuferin, Telegraphengehilfin a. D., Putzmacherin und Arbeiterin. Die Besteuerung der Ausgetretenen. Die Steuerverhältnisse der aus dem Judentum Austretenden werden beim Eingange der gerichtlichen Benachrichtigungen von dem Vorstände der jüdischen Gemeinde festgestellt, da die Steuerpflicht der Ausgetretenen mit dem Schluß des auf die Austrittserklärung folgenden Kalenderjahres im All-

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