Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1907)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1907)
- Article
- Probleme der Anthopologie der Juden
- Date
- 1907-08-01
- Page
- Seite 127 (sequence 8)
- Language
- German
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— 127 — Tabelle VIII. Land Kleiner als 160 ' 3f & 3 H SB Cß lO a> 3 t> IQ 7e «it- •S *© 2 \p r5 < CC 05 -o 133 Ö t5 Q'g o w Quelle Galizicn Juden 35,93 33,22 20,24 10,61 69.15 30,85 1,141 1,623 Fishberg-, K opernicki. Polen 13,67 32,93 28,90 24,50 46;6() 53,40 2,861 1,622 Kopernicki. Kutheuen 21,78 26,47 22,94 28,81 48,25 51,75 1,355 1,640 „ Polen Juden 35,53 29,71 24,47 10,29 65,24 34,47 515 1,625 Fishberg, Elkind. Polen 2^50 38,22 21,99 16,23 61,78 38,22 191 1,640 Elkind. Litauen und Weiss- Eussland Juden 27,05 34,06 25,85 13,04 61,11 38,89 414 1,635 Fishberg. Yakowenko. Weiss-Russland 23,93 28,62 32,15 15,14 52,55 47/29 961 1,636 Tal ko - H ry n ce w i cz. Letto-Litaner 18,07 31,52 27,94 22,47 49,59 50,41 476 1,644 Tal ko-Hry uce wiez. Klcin-Russland Juden 24,35 30,30 32,88 28.31 17.04 54,65 45,35 657 1,639 Fishberg, Tal ko-Hrynccwicz. Klein-Hussen 14,52 26,86 25,74 47,40 52,60 1.694 1,670 Ivanowski. Rumänien Juden 18,00 12.58 27,33 24,00 30,67 45.83 54,(57 150 1,660 Fishberg". Rumänen 29,80 31,79 25,83 42,38 57,62 151 1,650 Pittard. überall größer ist als unter ihren nichtjüdischen Nachbarn. Die Ausnahme, die die rumänischen Juden bilden, kann darauf zurückzuführen sein, daß sie Eingewanderte sind, die ja gewöhnlich grösser sind, und daß brauchbare Messungen aus ihrem Heimatlande nicht vorhanden sind. Aber es ist bezeichnend, daß der Prozentsatz dieser kleinen Personen fast genau der gleiche zu sein scheint wie unter den Eingeborenen der gleichen Orte. In Galizien und Russisch-Polen, wo mehr als 20% kleiner sind als 160 cm, sind 35°/",, kleine Personen vorhanden; in Klein- Rußland dagegen nur 14 % und unter den Rumänen, wo dieses Verhältnis unter den Christen nur 20 °/o beträgt, ist auch das Verhältnis unter den Juden geringer, und zwar 24 resp. 18 %. Während große Personen von 170 cm und mehr unter den Juden weniger häufig angetroffen werden als unter den Christen, so zeigt doch das Verhältnis eine auffallende Verwandtschaft zu dem unter den autochthonen Bewohnern ermittelten Prozentsatz. Solche Personen findet man zu 10 ° o unter den galizischen Juden; das Verhältnis nimmt jedoch in dem Maße zu, wie es unter den Christen eines bestimmten Landes zunimmt, — man findet es zu 17 % unter den Juden Klein-Rußlands und sogar zu 30 % unter den rumänischen Juden. Daß dieser Fall kein vereinzelter ist, beweist die Tatsache, daß, wie Talko-Hryncewiez, Majer und Kopernicki und Otto Ammon erwähnen, in denjenigen Teilen des Landes, in welchen die allgemeine Bevölkerung groß ist (Klein-Rußland, Galizien, Baden), die Juden dasselbe Charakteristikum zeigen, und umgekehrt. Verschiedene Schriftsteller haben auch den Versuch gemacht, die Ziffern der Größenmessungen durch Einteilung in Serien zu studieren, jedoch ohne besonderes Resultat. So ist aus der nachfolgenden Tabelle IX, die über Messungen von 3209 Juden Aufschluß gibt, zu ersehen, daß die größte Anzahl der gemessenen Individuen 162 cm groß war, was