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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1907-07-01 · Heft 7 (Juli 1907) · p. Seite 100

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1907)
Issue
Heft 7 (Juli 1907)
Article
Die Juden in Kopenhagen nach der Volkszählung von 1906
Date
1907-07-01
Page
Seite 100 (sequence 4)
Language
German
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— ioo — Nur die wichtigsten Daten seien hier mitgeteilt. Es waren erwerbstätige Juden (ohne die russischen Einwanderer) : Liberale Berufe Männer Frauen zus. (Geistliche, Beamte, Lehrer, Advokaten,Ärzte, Künstler, Schrifsteller, Studierende u. dgl.)...... 187 62 249 Ingenieure u. Chemiker. .13 1 14 Leiter industrieller Unternehmungen, Fabrikbesitzer u. dergl....... 35 4 49 Handwerker...... 123 57 180 Leiter kommerzieller Unternehmungen ...... 10 — 10 Bankdirektoren und höhere Bankbeamte..... 6 — 6 Großhändler. . - . . . 231 4 235 Sonstige im Handel Berufstätige . '....... 338 127 465 Rentner, Pensionierte, von Legaten und Stiftungen lebende u* dgl..... 65 301 366 .Dienstboten, Tagelöhner und sonstige....... 12 30 42 zusammen 1030 586 1616 Man besitzt Aufschlüsse über die Berufsverhältnisse der Juden nicht nur für das Jahr 1906, sondern auch für 1836, so daß hierdurch möglich wird, auch den großen Verschiebungen, die in der Zwischenzeit im sozialen Niveau der Juden eingetreten sind, Rechnung. zu tragen. Im Jahre 1836 gehörten die Juden hauptsächlich dem kleinen Handwerks- und Handelsstand an, teils als Selbstständige (darunter auch viele Straßenhändler und ähnliche Existenzen), teils (in recht großer Zahl) als Angestellte und Arbeiter; dagegen waren die Juden in den freien Berufen nur sehr wenig repräsentiert. Seither hat sich eine starke Bewegung gegen den Engroshandel und ihm nahestehende Berufe (Wechsler, Geld- und Warenmakler) vollzogen. Diesen höheren Handelszweigen gehören nicht weniger als 28 Prozent der jüdischen männlichen Erwerbstätigen an gegen nur 1V2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ein starker Zudrang hat auch zu den freien Berufen stattgefunden, unter welchen namentlich viele Juden als Advokaten und Arzte tätig sind; in letzteren Berufen sind die Juden verhältnismäßig 10 Mal so stark vertreten als die übrige Bevölkerung, während die Juden in der Gruppe literarisch, journalistisch und künstlerisch Tätiger nach dem Verhältnisse 4:1 repräsentiert sind. Nur wenige Juden sind Beamte und der Prozentsatz für die im Handwerk und in der Industrie beschäftigten jüdischen Personen hat in der Zeit von 1836—1906 um die Hälfte abgenommen. Aber während mit Rücksicht auf die ganze Bevölkerung 5 Arbeiter auf jede selbständige Person entfallen, kommen unter den Juden 2 selbständige Personen auf jeden Arbeiter. Im ganzen wird die folgende Übersicht, in welcher a Selbstständige, b Angestellte, c Arbeiter u. d. alle anderen erwerbstätigen Personen (freie Berufe und Personen, die vom Vermögen leben) bezeichnet, die günstige soziale Stellung der Juden in der Kopenhagener Gesellschaft beleuchten. Aus den Zahlen wird auch der schroffe Unterschied zwischen den letzten aus Rußland eingewanderten Juden und der eingesessenen jüdischen Bevölkerung, hervorgehen. Die ganze Die Jud. ohne die aus die ans Kußl. Bevölkerung Rußl. eingewanderten einge wand. Jud. in % in % in % a 17,4 b 10,0 c 58,1 d 14,5 46,3 21,6 8,0 24,1 5,9 85,3 100,0 100,0 100,0 Auf die Wohlstandsverhältnisse der Juden läßt sich auch aus der Zimmerzahl der Wohnungen und der Zahl des Hausgesindes schließen. Darüber geben die folgenden Tabellen Aufschluß : Zimmerzahl der Wuhimngsverhältn. jJJS^Ce Wohnungen für jud. Familien ganze Bevölk^ 1—2 3—4 5—7 8 od. darüb. 11,9 21,7 47,2 19,2 48,5 35,8 12,9 2,8 100,0 100,0

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