Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1907)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1907)
- Article
- Die Juden in Kopenhagen nach der Volkszählung von 1906
- Date
- 1907-07-01
- Page
- Seite 101 (sequence 5)
- Language
- German
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- Odesa 1× ep/1000834
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— 101 — Jüdische Die ganze Familien Familien Bevölker. in % in % ohne Gesinde .... 34,8 87,2 mit 1 Dienstangestellten 37,6 10,4 * 2 „ 21,0 2,0 „ 3 „ 4,7 0,3 mehr als drei „ 1,9 0,1 100,0 lO0~Ö Diese Zahlen lassen den bedeutenden Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Wohlstand der Juden und der ganzen Bevölkerung deutlich hervortreten. Probleme der Anthropologie der Juden. Von Dr. Maurice Fishberg, New-York- II. Die Körpergröße. In Bibel und Talmud finden sich . keine bestimmten Angaben in Bezug auf Körpergröße der alten Juden. Wenn man nach den Beschreibungen der Bibel über die autochthonen Rassen Palästinas urteilen will, so waren die Juden zur Zeit ihres Eindringens in Palästina unter allen Völkern am kleinsten. Von den „Raphaim", welche östlich und westlich des Jordans saßen, wird berichtet, daß sie von riesenhaftem Wüchse gewesen sind, ebenso von den Emims, „einem mächtigen, zahlreichen und hochgewachsenen Volke". Das Gleiche gilt von den Enakim, die Riesen gewesen sein sollen. (Deut. II, 10 u. 11). Die Amoriter, die Söhne von Enak, waren nach der Schätzung der Bibel ebenfalls Riesen, „und wir waren vor unseren Augen wie die Heuschrecken, und also waren wir auch vor ihren Augen" (TV. Buch Mose, XIII, 33 u. 34). Ob diese und andere Völker, welche größer wraren als die Juden, eine besondere, nichtisraelitische Rasse oder Nationalität bilden, oder ob sie eine ausgewählte Kriegerklasse j j von großen Individuen waren, ist ungewiß. | Für unseren Zweck genügt es darzutun, daß I die biblischen Berichte besagen, daß die Juden nicht so groß waren und offensichtlich nicht ein Heer von so großen Kriegern in's Feld stellen konnten, wie die emheimische Bevölkerung. Das hat natürlich nichts zu tun mit dem Erfolge der Juden in dem Kampfe um die Obermacht in Palästina. | In Erwägung, daß die durchschnittliche | Körpergröße der heutigen Bevölkerung von I Europa ungefähr 165 cm beträgt (Topinard, | Deniker etc.) sind die heutigen Juden als klein | zu bezeichnen. Unmittelbare Beobachtungen | in den ausgedehnten Niederlassungsgebieten j der Juden in Ost-Europa haben eine sehr I große Zahl von im Wachstum zurückge-! bliebenen Individuen unter ihnen ergeben, aber i wir haben nicht nötig, auf besondere Beobl achtungen zurückzugehen, um zu diesem | Schlüsse zu kommen. In der anthropologischen Literatur ist eine große Zahl von Messungen an Juden in verschiedenen Ländern niedergelegt. Wie es bei I anderen Rassen die Regel ist, so wurden auch I bei den Juden die meisten Individuen ge-! legentlich der Aushebung zum Heere gemessen, j insbesondeie in Rußland, Polen, Österreich 1 und Deutschland. Danach sind folgende Durchj schnittsmaße der zum Heeresdienst ausgehobenen Juden ermittelt worden. Tabelle I. Zahl Dureh- Land der geschnitts- Quelle messenen Individuen grösse in cm. Bayern .... 329 162,0 Ranke Polen .... 4470 161,3 161,3 Snigireff Polen .... 1006 Tolwinski Polen .... 689 162,3 Zakrzewski Litauen . . . 2122 161,2 Snigireff Klein-Rnjßland - — 164,2 n Odessa .... 500 166,9 Pantiuchof Ungarn .... — 163,3 Scheiber Bukowina . . . 100 165,4 Himmel Baden .... 86 164,3 Ammon