Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1906)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1906)
- Article
- Die Juden in Serbien
- Date
- 1906-10-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
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— 147 — Tabelle I- 1890 1895 1900 in ü/o in o/0 in % Anzahl 1 Stadt : überhaupt Anzahl; Stadt; überhaupt Anzahl Stadt! überhaupt Serben . . . Rumänen . . Zigeuner , . Deutsche . . 195.5 944 89,04 90,47 143 ()84 2JJ8 j 0,04 37 581! 1,98 1/74 0 878 2,18 0,82 2 088 482 . 89,39 159 510 1,93 4G 212 : 2,79 (J 437 : 1,87 90,09 0,89 2,00 0,28 2 298 551 122 429 46 148 7 494 90,51! 92,20 1,37 : 4,91 2,58: 1,85 1,90; 0,30 Juden . . . 4052; 1,02 0,215 5102 j 1,62 0,22 5729 | 1,63^ 0,23 Gesamtbevölker Uli g" . 2 101 901 Stadt: 13,25 % 2 312 484 Stadt: 13,81% 2 492 882 Stadt : 14,08 % traclit.1) Ethnographisch scheiden die Deutschen von vorne herein aus, da es sich hier mehr um fluktuierende Elemente handelt, die sich hauptsächlich zu wirtschaftlichen Zwecken im Lande aufhalten und die auch grösstenteils ihre Staatsangehörigkeit — meist sind es o o Österreicher und Ungarn — keineswegs aufgegeben haben. ~) Die Rumänen, Zigeuner und Juden dagegen sind fast durchwegs serbische Staatsbürger. Ihrer Zahl nach kommen die Juden also unter den f remden Völkern Serbiens an dritter Stelle. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung schwankte in dem Jahrzehnt 1890/1900 zwischen 0,215 % und 0,28%, zeigte jedoch eine stetig steigende Tendenz. Ziehen wir die Zahlen der Tabelle II zum Vergleich heran, so machen wir eine Wahrnehmung, die in der Statistik der Juden beinahe als ein Gesetz betrachtet werden kann: es ist dies der unter den Juden wohl aller Länder herrschende Zug nach der Stadt, Mehr als 99 % aller serbischen Juden gehören der '-) Außerdem sind folgende Nationalitäten vertreten: Arnauten, Griechen, Bulgaren, Magyaren, Tchechen, Polen, Russen und andere Slaven, Zinzaren, Türken, Italiener, Franzosen usw. Man beachte hier namentlich das Sinken der Deutschenziffer im Jahre 1895 (welches ein wirtschaftliches Krisenjahr war). Vgl. hierzu meinen demnächst erscheinenden Aufsatz: ,»Allgemeine Ergebnisse der serbischen Kriminalstatistik1' in Aschaffenburgs „Monatsschrift*. cl ~ ,2 o _, c x*i 'S 05 o *—1 iS- .2 ^T1 o IC o "ci i;z ~> o et -H CM H "5 1,C 2 w L— ci zl "T: 1 - IT w _ o o" Tl — T1 % et cm ■TO z$ -T! CO io co T1 ~-T j p CM et"" <S o o * _ o O t>- o^" ~ ][-"' CC CO CO et C"- .1 i—! tC IO X' O m. CN et" Tl r""• Tl o tO —' 5 Cl ~ "• - s o ~ ° cT 0 o 4_; ,^ ,_> — ~- c£ £e -thi O iS °1 '/} -T x:' i c et ic Ct; v_. o 1 c o 55' 35 Ct' ce Ä fco Ö o Sc o fcß städtischen Bevölkerung an. Zudem sinkt die Zahl der Landjuden fortwährend, so daß sie 1900 nur noch 3 betrug. Die Zahl der Juden betrug: 1890 1895 in Belgrad 2599 3097 „ Xis 832 812 Somit wohnten in Belgrad allein mehr als 57 u/0 bezw. 61 °/0, und in den beiden größten