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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-03-01 · Heft 3 (März 1905) · p. Seite 9

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 3 (März 1905)
Article
Das Hirngewicht der Juden
Date
1905-03-01
Page
Seite 9 (sequence 5)
Language
German
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— 9 — nicht geleugnet werden, wenn man auch zugeben wird, daß die Differenz, falls sie sich bestätigen sollte, im ganzen keine sehr große ist. IL Scheinen die direkten, freilich noch recht unzureichenden Ermittlungen am Schädel und Grehirn die schon erwähnte Annahme einer quantitativen Unterentwicklung des Gehirns bei den Juden bis zu einem gewissen Grade zu bekräftigen, so ist, um die Angelegenheit auf eine breitere Grundlage zu bringen, zu fragen: was lernen wir in dieser Hinsicht aus den an lebenden Individuen gewonnenen Messungen, die wTas ihre Anzahl betrifft, methodisch ziemlich einwandfrei erscheinen und insofern vielleicht eine Art Controlle jener direkten Wägungen und Cubierungen, ja selbst rassenanatomische Vergleichungen (siehe unten) begründen können. Um den einfachsten Weg zu wählen, will ich als Maßstab der Gehirngröße hier den Horizontalumfang des Kopfes zum Ausgangspunkt nehmen, der ja im allgemeinen und zumal innerhalb eines bestimmten Schädeltypus mit dem Volum des Schädels in einem ziemlich constanten direktem Verhältnis steht.1) *) Auf eine detaillierte Bearbeitung der Kopfdurchmesser und Umfange in Beziehung 'auf den Schädelinnenrauiri, wie sie ja an der Hand der Methode Manouvriers und besonders auch der neuesten Vorschläge von Beddoe (LAnthropologie XIV, 267. 1903) durchführbar erscheint, wird hier mit Absicht verzichtet, da die Grundlagen dieser Verfahren im Rahmen eines Auf.-atzes nicht mit wenigen Worten erläutert werden können. Aus den in verschiedenen Gegenden des russischen Reiches angestellten anthropometrischen Erhebungen hat sich ein ziemlich gleichmäßiges Verhalten der Größe des Kopfumfanges der Juden ergeben. Unsere nebenstehende Tabelle, die auf Ermittlungen von Weißenberg (Südrußland 1897), Jakowenko (Weißrußland 1898},Talko-Hryncewicz (Kieinrußiand 1892) und Elkind (Polen 1903) gegründet ist und Messungen an etwa 1000 erwachsenen männlichen Individuen jüdischer Nationalität umfaßt, zeigt den größten durchschnittlichen Horizontal umfang (565 mm) in Weißrußland, einen etwas geringeren (550—553 mm) bei den südlichen und westlichen Juden des Reiches. Ihrer slawischen Umgebung, zum mindesten den Polen und Weißrussen, die hier auf Grund der vorhandenen Feststellungen (Elkind, Talko) zur Vergleichung dienen mögen, erscheinen die russischen Juden im Punkte des Kopfumfanges unbedingt überlegen; bei jener beträgt das Mittel 550 mm, bei dieser reichlich 554 mm.2 Im Vorteil sind sie auch, wenn man anstatt der absoluten Kopfmasse das prozentuale Verhältnis 2) An Venetianern war ein analoges Verhalten zu finden. Lombroso (a. a. 0. S. 93) ermittelte dort bei 5 Juden einen durchschnittlichen Horizontalumfang von 5S0 mm gegen 569 rum bei 10 Nichtjuden; ebenso betrug die aus äußeren Kopfmassen e: rechne; o „Capacität* im ersten Fall 166* cbem, im zweiten nur 1561 cbem. Freilich bemerkt L. sehr mit Recht, daß sein Material klein ist und daß es gegenüber den zu anderen Resultaten führenden Messungen an dem viel zahlreicheren Turiner Material (s. oben) nicht beweiskräftig erscheint. Die Größe des Horizontalumfanges des Kopfes bei Juden und Slawen. Juden Slawen Mittel Weißenberg 1897 Jakowenko 1898 Talko 1892 Elkind 1903 Elkind Taiko Talko Juden 1-4 Slawen 1-3 1. Südrußland 2. Weißrußland 3. Kleinrußland 4. Polen 1. Polen 2. Kleinrussen 3. Weißrussen Kg1) Hu Su Qu Hu: Kg 1651 550 33.3 1617 565 367 34.3 1625 550 1610 553 346 350 34.4 1640 560 343 352 34.3 1667 546 32.7 1636 544 33.2 555.4 34.0 550 33.4 J) Kg Körpergröße (Länge): Ha Horizontalumfang; Su Sagittalumfang; Qu Querum fang.

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