Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1905)
- Issue
- Heft 3 (März 1905)
- Article
- Das Hirngewicht der Juden
- Date
- 1905-03-01
- Page
- Seite 8 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2650397-3187624-3187628-3188044--0100-3188069- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ibliches Individuum (No. 30) aderjähriges (No. 1), und sriduen jenseits des 50. Lebens- (No. 21-27). •wachsene männliche Individuen ii 23 Fälle ergeben dann einen 1334, lieh ramm lings dem allgemeinen t ersichtlich niihcr kommt i Differenz augenschein- >s abschwächt. i K i , Hin Muß geltend. Die .luden sind ja in der liegel nicht von hohem Wuchs, und in Gilcenkos 23 Fällen von Hirnwägungen, in denen auch die Körperlänge gemessen wurde (s. obigo Tabelle), erreichte sie im Durchschnitt 1663,2 mm bei einem mittleren Alter von 32,65 Jahren. Das würde auf jeden Zentimeter KjAperfjröße 8,05 Gramm Hirnmasso ergebeu. wVpnd beispielsweise bei der germanischen Rasse auf jede solche Längeneinheit kaum mehr als im günstigsten Falle 8,22 Gramm Hirngowicht entfallen.1) Sehr bedeutend dürfte das Minus, falls es sich wirklich als vorhanden orweisen sollte, nach dem Bisherigen nicht sein. Immerhin wird man nach den vorliegenden Daten direkter Hirnwägungen zu untersuchen haben, inwiefern auch andere Verhältnisse auf eine etwaige Unterentwicklung der jüdischen Gehirne hindeuten möchten. Ob neue Wägungen ein wesentlich anderes Resultat ergeben werden, können wir jetzt nicht wissen. Es erübrigt daher im Augenblick nur die Möglichkeit, die Befunde an Schädeln und besonders die dabei gewonnenen Ermittelungen des Innenvolums als direkten Ausdruck der Gehirnentl'altuug, sowie die Messungsresultate an lebenden Individuen zu verwerten, mit der Absicht daraus Rückschlüsse auf die Gehirnverhältnisse abzuleiten. ') Gustaf Rotzius, Uebor das Himgewicht der Sehwoden. Biologische Untersuchungen X. V.Bd. IX.45. Stockholm 1900, und Gustaf Rotzius und C. M. Fürst, Anthropologia Suecioa, Stockholm 1902 und meine Besprechung in LüoIol'. Central«. XXIII. 625. 1903. Das Schädolmaterial, das den Forschern hier zur Verfügung steht, ist ungemein spärlich.2) Es liegen mir augenblicklich Messungen des Innenvolums von 17 Judenschädeln aus verschiedenen Museen des europäischen Continentes und Großbritanniens vor. Im einzelnen haben sich dabei, der Größe nach geordnet, folgende Capacitäts-Ziffern (in cbm) ergeben. r L3C0 13Ü0-HC 1310 1310 1315 1335 1340 1350 1370 1400-1500 | 1IKÖ-1600 1425 1425 1440 1530 1532 1582 1590 | 1390 I Davon sind 3 wegen infantiler Entwicklung, ein Fall wegen Verdacht auf Hydrocephalio aus der Betrachtung auszuschließen. Die übrigbleibenden 14 Fälle ergeben für männliche erwachsene Judenschädel eine mittlere Capacität von 1421 ebem, also einen Wert, der hinter dem allgemein angenommenen Durchschnitt in Europa um etwa 30—70 ebem zurücksteht. Es deuten demnach, wenn man überhaupt auf so geringe Beobachtungsreihen einen Wert legen will, auch die Ergebnisse der Schädelausmessungen auf eine gewisse räumliche Unterentwicklung der Gehirnmasse hin. Unsere Reihe ist zwar, wie man auf den ersten Blick sieht, zweifellos nicht continuirlich, (fast ein ganzes 100 zwischen 1440 und 1530 ist übersprungen); man beachte auch den völligen Ausfall niederer Capacitätszahlen unter 1300. Indessen kann, soweit das tatsächliche Material reicht, ein gewisses Minus des errechneten Durchschnitts auch für die Schädelcapacität der Juden 2) Die Zahl der in europäischen Sammlungen vorhandenen Judonschädel scheint nach meiner Schätzung 40 nicht zu übersteigen. Vielleicht ist in Amerika mehr davon vorhandon. In einer demnächst erscheinenden craniologischen Abhandlung werde ich dio Aufbewahrungsorte dioses seltenen Materials näher bezeichnen. Die meisten befinden sich, soviel ich weiß, in Güttingen, Turin und London.