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Der jüdische Wille · 1937-06-01 · Heft 3-4 (Juni 1937) · page 55

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
5 (1937)
Issue
Heft 3-4 (Juni 1937)
Date
1937-06-01
Page
– (sequence 55)
Language
German
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Alter des Sohar umstritten — bisher nicht widerlegt wurden. Wir haben schon des öfteren auf die „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums" aufmerksam gemacht, weshalb in diesem Zusammenhang nur drei Hefte, die besondere Bedeutung haben, herausgegriffen werden sollen, Sie alle gelten Sechzigjährigen, die sich sowohl um die Wissenschaft, als um die „Monatsschrift", wie auch um die „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums", die die MGWJ. herausgibt und für die Fortführung ihrer Arbeiten keine Opfer scheut, verdient gemacht haben. Heft 4 im 78. Jahrgang war dem sechzigsten Geburtstag Ismar E 1 b o g e n s gewidmet, der seit vielen Jahren Schriftführer der „Gesellschaft" ist. Heft 3 des 80. Jahrgangs feierte den vielseitig schaffenden Herausgeber der MGWJ., Isaak H e i n e m a n n. Neben den vielen wissenschaftlich bedeutsamen Aufsätzen von Freunden und Mitarbeitern gibt in beiden Heften das bibliographische Verzeichnis über das reiche Schaffen der Gelehrten Aufschluß. Das neueste uns vorliegende Heft, das erste des 81. Jahrgangs, gilt dem 60. Geburtstag von Eugen Mittwoch, dem Vorsitzenden der „Gesellschaft", die dieses besonders reich ausgestattete Heft „dem Erforscher orientalischer Kultur, dem gelehrten und überzeugten Vertreter jüdischer Lehre und jüdischen Wissens'* widmet. — Jeder, der das Bedürfnis empfindet, über den Stand der jüdischen Forschungsarbeit deren Publikationsmöglichkeiten eng begrenzt sich auf dem Laufenden zu bleiben, sei durch diesen knappen Hinweis nachdrücklich auf MGWJ. und ihre Leistungen hingewiesen. Lothar Rothschild. Probleme der Aussprache des Hebräiscfien Zu: Dr. Moses Sister Probleme usw.; Berlin 1937, Scholem-Verlag und: Prof. H. Torczyner: Die fröhliche Aussprache (Hamiwta Haalis); Jerusalem 1936 (5696), Vorträge am Radio Jerusalem zur Verbesserung der hebräischen Aussprache. Das Problem der Aussprache des Hebräischen ist hartumkämpft. Im Bewußtsein der jüdischen Öffentlichkeit in der Galuth freilich existiert fast nur die Fragestellung: Sephardisch oder Asohkenasisch; wenn es hochkommt, noch die Frage Mille el oder Mille ra (Ultima- oder Päenultima-Betonung). Auch eine ganze Reihe von Lehrbüchern wenden dieser Frage ein höchst geringes Augenmerk zu. In Wirklichkeit gibt es außer den bekannten Dialektgruppen noch sieben weitere hebräische Hauptdialekte nebst Unterarten. Sie haben sich mit der Zeit teils aus eigener Tendenz, teils durch den Einfluß der Sprachkreise, innerhalb deren die einzelnen Judenschaften wohnen, derart voneinander fortentwickelt, daß zwar noch alle Laute der ursprünglichen hebräischen Sprache in den verschiedensten Weltgegenden ausgesprochen werden, aber es heute unmöglich ist, mit Sicherheit festzustellen, was in jedem einzelnen Dialekt nun wirklich „althebräische" Aussprache ist. So gehören über 90 v. H. der Juden Sprachfamilien an, die ihre I.autkomplexe hauptsächlich durch die vordersten Sprechorgane bilden, und ihnen sind die emphatischen und die Kehllaute verlorengegangen. Daß diese Entwicklung nicht nur eine Assimilationserscheinung ist, lehren Vergleiche mit den Resten griechischer oder lateinischer Tenachtranskriptionen oder einzelner Worte, mit dem Aramäischen und dem Akkadischen. Dagegen besitzt das Arabische ein differenzierteres Alphabet, und die Aussprache der Araber und der jemenitischen Juden ist es auch, die sich Prof. Torczyner zum Vorbild nehmen möchte, wenn er z. B. empfiehlt Ajin, 136

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