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Der jüdische Wille · 1937-06-01 · Heft 3-4 (Juni 1937) · page 51

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Wille
Volume
5 (1937)
Issue
Heft 3-4 (Juni 1937)
Date
1937-06-01
Page
– (sequence 51)
Language
German
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los eine Vereinfachung und Verbilligung. Es ist jedoch bedauerlich, daß diese Gelegenheit nicht benutzt wurde, aus dem großen Scjiatz an weniger bekannten Darstellungen neue illustrative Beiträge zu veröffentlichen, Besonders schade, daß die innige Zeichnung der lichtsegnenden Hände auf der Schutzhülle des Buches mit dieser vergehen wird, während sie das symbolische Titelbild des Werkes und damit von Dauer hätte sein können. 9. Das wohl tausend Wörter umfassende Register gibt bequeme Hinweise auf die Stellen, wo die einzelnen Begriffe erläutert werden; jedoch fehlen Register der Abbildungen und Noten*). Bibel und Gebetbuch, Antike und Mittelalter, Synagoge und Haus, die religiösen Ideen, die rituellen Bräuche, die nationalen Elemente des jüdischen Volkslebens — alle Prismen, in denen der Strahl jüdischen Lebens sich bricht, werden in ihrer ungemeinen Vielfältigkeit dargestellt. Ein gut Teil Geist und Form des Judentums ist in diesen 500 Seiten eingefangen, Israels Volksgedächtnis (mit seinem erstaunlich bäuerlichen Einschlag), das, religiöse und soziale Leben der Gegenwart, seine Hoffnung und Erwartung. Wegen dieser umfassenden, systematischen und liebevoll vertieften Schau empfehle ich das Werk gern zu bereichernder Lektüre. Bruno Kirschner, Denkmäler der jüdischen Antike Adolf Reifenberg, der uns durch seine kleine Schrift „Architektur und Kunstgewerbe im alten Israel", 1925, und die in der Bibliothek für Kunst- und Antiquitätensammler erschienene „Palästinensische Kleinkunst", 1927, bekannt ist, veröffentlicht nun in der Schriftenfolge der Bücherei des Schocken-Verlages die „Denkmäler der Jüdischen Antik e". Wie kein anderer ist der Verfasser, der in Palästina lebt und mit den dortigen Archäologen mitarbeitet, dazu befähigt, uns über die neuesten Funde, an denen» er häufig selbst Anteil hat, zu unterrichten. Wenn der Inhalt seiner Publikationen sich naturgemäß teilweise deckt, so bietet jede von ihnen doch immer auch de Pinedit, kleinere und größere Überraschungen, die die preiswerten und handlichen Bändchen höchst willkommen erscheinen lassen. Diesmal sind es die spätrömischen *) Eine gründliche Überholung der Transkriptionen hebräischer Wörter, die prinzipiell nach der sefardischwissenschaftlichen Aussprache umschrieben wenden, sei für eine neue Auflage angeraten. Schönheitsfehler inkorrekter Transkription — wie in Thiebergers feinsinniger Einleitung jüdischen Profanbauten in Nawe im Hauten, jetzt von Arabern bewohnt, die unser Interesse fesseln. Jüdische Symbole, wie der siebenarmige Leuchter, im architektonischen Schmuck kennzeichnen diese Behausungen als unverkennbar jüdisch. Sie sind von L. A. Mayer von der Universität Jerusalem und von Reifenberg entdeckt worden. Bemerkenswert sind ferner die Steinreliefs mit Darstellungen von Toraschreinen aus der Sammlung Dormition in Jerusalem. Der eine, ein Doppelschrein, liefert eine glänzende Bestätigung für die Rekonstruktion des Toraschranks der Synagoge in Teil Hum, wie sie 1916 von Kohl und Watzinger vorgeschlagen wurde. Auch die Synagoge in Esfia am Karmel erscheint mit zwei Abbildungen, der besonders interessanten Jahreszeitfigür vom Fußbodenmosaik, die. eine Parallele zu dem Tierkreisbild in Beth Alpha bietet. Im Abschnitt über die Grabdenküber „Die religiöse Haltung" die Schreibung Betuchin für Bittachon, Schemijitborach für Haschern jitbarach, oder S. 36 Schaalot statt Scheelot u. v .a. — sind vermeidbar; im allgemeinen waltet große Korrektheit. 132

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