Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 5 (1937)
- Issue
- Heft 3-4 (Juni 1937)
- Date
- 1937-06-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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und nichtjüdischen Bevölkerung und den beruflichen Trend, d. h. die Zu- und Abnahmeziffern bei beiden Bevölkerungsgruppen gesondert*). Diese Feststellung ist richtig. Sie muß jedoch durch die Bemerkung ergänzt werden, daß der Anteilsrückgang in erster Linie durch das ungleich schnellere Wachstum der deutschen Bevölkerung während dieses Zeitraumes verursacht wurde: Zwischen 1890 und 1910, also im Laufe von nur zwanzig Jahren, wuchs die Reichsbevölkerung um 14 Millionen (+ 32,1 v. H,). Die Zunahme der Juden in Deutschland betrug für den gleichen Zeitraum 74 000 (+ 15,9 v. H.) (Ziffern der Reichsstatistik). Berücksichtigen wir diese beiden Faktoren, so erhalten wir für die Aufstiegs- und Abstiegsphase der beruflichen Entwicklung beider Bevölkerungsgruppen je zwei typische Parabelpaare, die folgende vier charakteristische Fälle darstellen: Fall I: Gleichmäßige Zunahme (%) des Berufs; Fall II: Schnellere Zunahme {%) des nicht jüdischen Berufs; Fall III: Gleichmäßiger Rückgang (%) des Berufs; Fall IV: Langsamerer Rückgang (%) des nichtjüdischen Berufs. *) Der Anteil der Juden an der deutschen Bevölkerung lag a) während der gesamten Emanzipationszeit nicht über 1,09 v. H. (nur i. J. 1880), und was wichtiger ist, er lag ab 1900 bei degressiver Tendenz ständig unter 1 v. H. Dagegen betrug die Zunahme der Juden in Deutschland von 1861 bis 1925 60,9 v. H. und ab 1900, dem Beginn des Anteilsrückganges, bis 1925, 14,3 v. H. (vgl. Wirtschaft und Statistik, 1935, Heft 4: Die Juden im Deutschen Reich 1861—1933; Ergebnisse der Volkszählung). b) Es sei hier nur erwähnend bemerkt, daß auch der Abschnitt „Wirtschaftsgeschichte" (Artikel „Juden in Deutschland") des Jüdischen Lexikons ebenfalls den demographischen Faktor unberücksichtigt läßt. Wir lesen dort u. a.: „Die Beteiligung an Handel und Verkehr (sc. der Juden) ging prozentual zurück. Sie betrug 1907 50,35 v. H. gegen 56,02 v. H. 1895 . . . Der Rückgang ist »zum Teil auf das Verschwinden zahlreicher jüdischer Privatbanken und die Konzentrierung des Geldgeschäfts im Großbankwesen zurückzuführen". --,--Jaden, NkhtjudeYi in