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Der jüdische Wille · 1937-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1937) · page 75

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
5 (1937)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1937)
Date
1937-01-01
Page
– (sequence 75)
Language
German
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in Palästina habe nur mit der Übernahme einer spezifischen Aufgabe. seine Existenzberechtigung. Um hebräisch zu lernen, brauche man nicht das KJV, Das könnte man wo anders noch besser. Für die neuen Olim, die nicht nach den Theorien, sondern nach der konkreten Verwirklichung des Zionismus fragen, hätte ein vorbildlicher Block vorhanden sein müssen, der ein Gefühl für eine besondere Mission, die ihm auferlegt ist, hätte haben müssen. Eine Berichtigung von Max Jacobsohn sowie zahlreiche Personalia, die auch im „Jüdischen Willen" gebracht werden, beschließen dieses Heft. Georg Hirsch. Zur Frage einer KJV.-Siedlung Auf Grund einer Anregung, die aus dem Kreise der Hasmonaea hervorging, soll hier die Frage einer gemeinschaftlichen Siedlung von älteren KJVern zur Diskussion gestellt werden. Es ist dabei davon auszugehen, daß die Einzelnen im Durchschnitt die erforderlichen 1000 Pfd., aber nicht wesentlich mehr, zur Verfügung haben. Die Frage eines Gemeinschaftsunternehmens wird, wenn ich recht informiert bin, zwar auch schon in Palästina ventiliert und betrieben. Trotzdem besteht auch hier bei uns nicht bloß der Wunsch, sondern das Bedürfnis nach einem Zusammenschluß und gemeinschaftlicher vorbereitender Zusammenarbeit unter Leitung einiger Bundesbrüder für eine künftige Übersiedlung. Auch die Idee ist hier nicht neu, sie wurde vor Jahren schon (Anfang 1927) von unserem verstorbenen Bundesbruder Wunderlich angeregt. Heute erscheint die Frage wieder von besonderer Aktualität. Unser Gedanke hierbei ist kurz der, daß es möglich sein muß, mit dem Einzelkapital von 1000 Pfd., wenn die genügende Anzahl von Teilnehmern unter sachkundiger und gewissenhafter Leitung sich zusammenfindet, eine größere Gruppensiedlung — durchaus nicht etwa in der Nähe von Tel-Aviv, Jerusalem oder Haifa, also der größeren Plätze — zu schaffen, auf der die Siedler mit bescheidenen Ansprüchen eine bescheidene Existenz führen. Sie sollen dadurch vor innerer Unzufriedenheit und Defaitismus geschützt und auch davor behütet werden, einen aussichtslosen Existenzkampf aufnehmen zu müssen oder durch allmähliche Verzehrung des immerhin doch nur geringen Kapitals zu städtischem Proletariat zu werden. Diejenigen Bundesbrüder, die sich über diese Pläne ausgesprochen haben, sind der Auffassung, daß man einen oder einige Bundesbrüder, die zu autoritärer Leitung und Handlungsweise berechtigt sind, und. in deren Gewissenhaftigkeit und Pflichtgefühl wir Vertrauen setzen können, mit den Vorarbeiten und erforderlichen Schritten betraut werden. Diese müßten mit der Auswahl des Bodens unter Zuziehung von sachkundigen Experten im Lande und Klärung der rechtlichen Stellung einer solchen Gemeinschaftssiedlung, der Frage, ob KKL.-Boden in Frage kommt usw. beauftragt sein. Es werden sich auch in Palästina Leute finden, die wenigstens die ersten Schritte ohne erhebliche Honorierung zu tun bereit sind, so daß vorläufig von jedem, der sich entschließt und dessen Aufnahme ebenfalls der Leitung überlassen bleiben müßte, nur ein ganz geringer Spesenbeitrag zur Deckung der laufenden Ausgaben, die die Leitung für Korrespondenz usw. hat, aufzubringen wäre; evtl. ein kleiner Spesenzuschuß für etwaige Reisen und Vorbereitungsschritte im Lande. „ 75

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