Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Wille · 1937-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1937) · page 76

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Wille
Volume
5 (1937)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1937)
Date
1937-01-01
Page
– (sequence 76)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2827066-3186718-3186719--1476-3187547
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Dieser Plan kann hier nur in ganz groben Zügen entworfen werden, wobei davon auszugehen ist, daß ein Zusammenschluß eine größere Zahl von Auswanderern nicht bloß vor Enttäuschungen und Experimenten bewahren soll, sondern auf der andern Seite, als Gesamtheit gesehen, immerhin eine ansehnliche Kapitalmacht bedeutet, die in der Hand einer gewissenhaften wirtschaftlichen Leitung bei Vermeidung unnötiger Spesen eine bedeutsame wirtschaftliche Stoßkraft besitzen könnte. Die Entscheidung der Frage, ob genossenschaftliche oder sonstige Basis (genossenschaftliche wäre vielleicht zu empfehlen) muß der Leitung nach Prüfung der örtlichen Verhältnisse überlassen bleiben. Ebenso die Entscheidung der Frage, ob und inwieweit es möglich ist, mit Hinsicht auf die immerhin beschränkte Arbeitskraft der Teilnehmer bezahlte Kräfte anzunehmen. Die Idee, von der ich hierbei ausgehe, ist nicht bloß die wirtschaftliche, sondern auch der Wunsch, daß, wenn wir selbst zu produktiver Arbeit in unserem Alter kaum noch imstande sind, wenigstens für die Kinder, die ja die meisten haben oder erwarten, von hieraus eine Grundlage zu einer Tätigkeit geschaffen wird, die dem Aufbau unserer Ideale adaequat ist. Ich habe das Vorstehende nur in großen Zügen skizziert und möchte Einzelheiten, organisatorische Fragen usw. vorerst der Diskussion überlassen, die wir hiermit anzuregen hoffen. Werner Hohenstein. Der Keren Hajessod in Deutschland Das endgültige Ergebnis des Jahres 5696 (35/36) hat gegenüber 5695 dank der erhöhten Tätigkeit des KH und der fördernden Mitarbeit jüdischer Körperschaften und Menschen eine Steigerung von 69,4 % der Eingänge erfahren. Das Jahr 5697 stellt uns vor besonders große Aufgaben, die im Zeichen der Absiedlung und Einordnung von Juden aus Deutschland sowohl hinsichtlich der Konsolidierung bestehender Positionen als auch deren Erweiterung stehen. Neben dem regelmäßigen Budget von £ 357 000 für 5697 ist vom A. C. und vom Administrative Council in Zürich die Aufbringung eines außerordentlichen Etats von £ 300 000 (Mifal Bizzaron u Witachon) durch den K. H. beschlossen worden. Einige kurze Angaben über die Leistungen des K. H. im vergangenen Jahre: 5695 5696 Hebräisches Schulwerk Unterrichtsanstalten ............ 312 343 Schüleranzahl ............... 32 780 39 700 Lehrer .................. 1217 1458 Bis vor vier Jahren hat die Jewish Agency größtenteils aus Mitteln des K. H. das Schulwerk erhalten. Die geringen Subventionen der Mandatarmacht machten es notwendig, das Schulwerk auf die Knesseth Israel und den Waad Leumi zu übertragen. Der Etat des Waad Leumi für 5696 — £ 300 000. Der Regierungszuschuß betrug £ 39 400, der des K. H. 20 000. Die Einnahmen des K. H. haben sich auf £ 266 000, d. h. fast 20 % (5695 £ 222 770) im Arbeitsjahr 5696 erhöht. 76

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.