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Der jüdische Wille · 1937-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1937) · page 64

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
5 (1937)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1937)
Date
1937-01-01
Page
– (sequence 64)
Language
German
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Seine größten Erfolge aber hatte er seinem gewinnenden nieverletzenden Wesen zu verdanken, seinem unbeirrten zielbewußten Auftreten und der jugendlichen aufrüttelnden Frische, die von seiner Person ausging. In jungen Jahren schuf er sich so einen großen Wirkungskreis, und der un» gewöhnlich große Zug, der ihm das letzte Geleit gab, zeugt für die Sympathien, deren er sich erfreute. Im Aufstieg, aber noch lange nicht auf dem Höhepunkt, traf Joseph Hellermann der Tod, der für diesen großen, starken, lebensvollen Menschen nicht geschaffen zu sein sdiien. Die rückhaltlose Hingabe, die sein gesamtes Wirken auszeichnete, hat ihn dem Tod in die Arme getrieben, dem Tod für sein Volk und dies Land, die er beide aus den Tiefen seines Wesens liebte. Joseph Hellermann hinterläßt eine Frau und eine fünfjährige Tochter, denen sich unsere ganze Anteilnahme zuwendet. In ungetrübtem Glück verlebte er die Jahre seiner Ehe, einer vorbildlichen Ehe, vor allem vorbildlich in der Vornehmheit, mit der jeder Teil den abweichenden politischen Standpunkt des anderen achtete. Mit einer Geduld und Ausdauer, die ans fast Un« mögliche grenzt, nahm seine Frau das schwere Los der Pflege auf sich und wich in der langen Zeit seines Krankenlagers nicht von seiner Seite. Unfaßbar schien die Seelenstärke, mit der diese Frau trotz besseren Wissens sich tagtäglich ihm gegenüber zu heiterer Sorglosigkeit überwand. Irvin L. Fisher** Tel Aviv. Mitteilungen des Präsidiums Die Berliner Jüdische Gemeinde hat zur besseren Vorbereitung und zum leichteren Einleben in palästinensische Verhältnisse im Rahmen ihrer hebräischen Lehr« anstalt arabische Sprachkurse eingerichtet, auf die wir unsere Bundesbrüder, die ihre Alijah vorbereiten, auch an dieser Stelle hinweisen möchten. Wir tun das um so lieber, als die Leitung dieser arabischen Kurse in den bewährten Händen unseres Bbr. Moses Goldmann liegt. ★ Zu der Notiz im letzten J. W. betreffend Einrichtung von Kursen zur Erlan^ gung der Befähigung, jüdischen Religionsunterricht zu erteilen, teilt der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden mit: Bewerbungen um Aufnahme in den zu Ostern 1937 beginnenden neuen Lehrgang der Jüdischen Lehrerbildungsanstalt Berlin sind sofort dem Preußischen Landes^ verband jüdischer Gemeinden, Berlin^Charlottenburg 2, Kantstraße 158, einzureichen. Voraussetzung für die Aufnahme ist für männliche und weibliche Bewerber das Reifezeugnis einer höheren Lehranstalt. Der Bewerbung ist ein Lebenslauf und die Abschrift des Reifezeugnisses beizufügen. Bei den Bewerbern, bei denen die Reife« prüfung erst nach dem 31. Januar 1937 abgelegt wird, ist der Bewerbung Abschrift des letzten Zeugnisses beizulegen. ★ 64

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