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Der jüdische Wille · 1936-10-01 · Heft 8-9 (Oktober 1936) · page 13

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
4 (1936)
Issue
Heft 8-9 (Oktober 1936)
Date
1936-10-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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renzierung die Einheit der jüdischen Gemeinschaft und der Stadt verloren geht. Aber sie ist erstaunlicherweise vorhanden; Jerusalem bleibt eine Individualität, deren innerer Reichtum die Grenzen wohl dehnen, aber nicht sprengen kann. Unser Wunsch ist es, ein neues Judentum möge allmählich diese Individualität prägen, nicht so, daß alles Andersartige verschwindet — das ist unmöglich —, wohl aber so, daß den Völkern der Welt in dieser Stadt die ewige Kraft unseres Volkes offenbar wird. Nodh einmal: Hebräisch (Eine Buchbesprechung. — Erinnerung an eine Anekdote, — Noch eine Entgegnung, — Hebräisch lehren, ein Vergnügen. — Kleine Abschweifung. — Zur Verständigung.) Von Bbr. Conrad Kaiser. I. Eine Buchbesprechung. Von dem Lehrbuch „Hebräisch", das Bbr. Moses Gold mann im Verlage Sefathenu (Charl. 4/Tel-Aviv) herausgegeben hat (vergl. Besprechung durch Bbr. Melber im J. W., November 34, Nr. 5, Seite 176), liegt nunmehr Heft 1 in d r i 11 e r verbesserter Auflage (7.—10. Tausend), Heft 2 in zweiter verbesserter Auflage (4.—6. Tausend) und Heft 3 in zweiter Auflage (3.—6. Tausend) vor. Ferner ist zu dem gesamten Lehrgang, einschließlich der Hefte 4—5, ein Schlüssel erschienen, der — neben einer Erklärung aller im Lehrbuch vorkommender Fremdwörter — die Uebersetzungen sämtlicher Uebungsstücke enthält, so daß nunmehr die erforderliche Kontrollmöglichkeit auch für einen wirklichen Selbstunterricht restlos gegeben ist. Das Werk stellt fraglos nach seiner gedanklichen Anlage, seinem methodischen Aufbau und seiner mustergültig klaren Durchführung im Druck (— auch dies ein sehr selten zu erteilendes Lob —) eine hervorragende Leistung dar. Es wird seinen Wert behalten, solange Deutschsprechende sich um die gründliche Erlernung des Hebräischen bemühen werden. Schon die 14 Lautregeln, die man immer wieder lesen kann und soll, geben eine unvergleichlich gediegene Grundlage. Dann aber kommt etwas methodisch eigenartiges: Von einer bestimmten Stufe an gibt Goldmann in jedem Stück von jedem Verbum die dritte Person Singularis des Awar und Athid an. Prägt der Lernende sich diese ein, so ist er von vornherein in der Lage, sich die Orthographie des Stammes zu merken. Z. B. M*V rlD*] reiten, — '^Ö"] breit sein usw. Er wird dann in keiner Form gleichlautende Konsonanten, also kof und kaf, chaf und chet, lef und ajin, alef und he usw. verwechseln. Vor allem aber ist er in der Lage, das gelernte Verb richtig zu konjugieren, ohne schon die ganze Lehre vom Verbum durchgenommen zu haben, und ,,je größer die durchgenommene Zahl der Verben, umso leichter fällt die Durchnahme des später kommenden theoretischen Teiles". Dies scheint uns in der Tat eine ganz wesentliche Erleichterung für uns, die wir im Gegensatz zu unseren Vätern beim Grammatiklernen uns leider nicht auf eine Fülle durch Bibel- und Gebetbuchlektüre fest eingeprägter Verbalformenbeispiele stützen können. — Für die im Anhang enthaltenen, auch gesondert erschienenen „Konjugations- und Deklinationstabellen" würde es eine weitere Erleichterung bedeuten, wenn 227

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