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Der jüdische Wille · 1936-07-01 · Heft 6-7 (Juli 1936) · page 28

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
4 (1936)
Issue
Heft 6-7 (Juli 1936)
Date
1936-07-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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Im Gegenteil, die Zahl der zuwandernden Araber aus den ärmeren Nachbarländern wurde größer, 4. dadurch die absolute Zahl der Kranken, die sich an Aerzte und speziell an arabische wandten, bedeutend größer, 5. da der Zuwachs an arabischen Aerzten ein relativ geringer ist, wurde demzufolge die relative Krankenbesucherzahl bei den arabischen Aerzten eine noch größere, 6. im Jahre 1927 war die nichtjüdische Bevölkerung in E. J, 593 000, die Gesamtzahl der nichtjüdischen Aerzte 155, so daß auf jeden nichtjüdischen Arzt 3825 Seelen kamen, Ende 1934 war die nichtjüdische Bevölkerung 870 000, die Zahl der nichtjüdischen Aerzte 187, also auf jeden nicht jüdischen Arzt 4 6 5 2 Se e 1 e n! Diese Talsachen beweisen, daß der arabische Arzt nicht nur von der jüdischen Einwanderung im allgemeinen, sondern sogar auch von der miteinwandernden Masse jüdischer Aerzte nichts zu befürchten hat, im Gegenteil durch diese Einwanderung überhaupt erst zu einträglicher Praxis gekommen ist! Diese und ähnliche Wahrheiten müssen den Arabern vorgelegt und von ihnen ruhig und kritisch überprüft werden. Wenn das alles aber nichts nützen sollte, werden wir uns, — wie ein Redner von kurzem hier vorgetragen hat, von der Welt das salomonische Urteil fällen lassen. Wem von den beiden Völkern gehört eher das Land (abgesehen von dem historischen Recht und dem heutigen Zwang infolge der Welt-Judennot), demjenigen, der das Land bereichert, bewässert, aufforstet, von Wüste zu Ackerland macht, unglückliche Menschen wieder glücklich macht, oder solchen, die rauben, morden, plündern, in Brand stecken, die mit emsigstem Fleiß gepflegten Wälder und Ernten vernichten, Leitungen zerstören etc.? Uns selber werden wir trotz aller übermenschlichen Hindernisse unerschütterlich Mut zusprechen, da wir wissen, daß es keinen andern and bestimmt keinen bessern Weg gibt als Erez Israel. Als die Römer zu Bar-Kochbas Zeiten Palästina vernichteten und die Juden auszurotten trachteten, kamen die Schüier zu Rabbi Akiba, der sonst mit Bar-Kochba auch politisch tätig war, und fanden ihn in Bücher versunken, lernend. Rabbi, fragten sie ihn, draußen mordet man, vernichtet fast alles, was wir besitzen, und Du sitzt hier ruhig und lernst Thora? Darauf gab er ihnen zur Antwort: Bei einem Vulkanausbruch im Meere beschloß ein Teil der Fische, das grauenvolle Meer zu verlassen und sich auf das Trockene zu „retten", die andern beschlossen trotz aller Gefahr zu bleiben. Von den ersteren, die auf das Trockene, in ein fremdes Medium, gingen, sind naturgemäß alle gestorben; von den übrigen gingen sehr viele unter, eine Anzahl blieb aber am Leben und konnte nachher ihrer Gemeinschaft wieder zu einem erträglichen Dasein verhelfen. Trotz aller Unbillen, wir werden aus unserm „Medium" nicht mehr herausgehen! Brief aus Pardess Channah Von Bbr. Walter Deutsch mann. Lieber Bundesbruder! Dein Wunsch, eine Schilderung von unserm Leben und unserer Umgebung zu geben, ist nicht ganz leicht zu erfüllen. Unsere Probleme sind zum größten 174

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