Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 4 (1936)
- Issue
- Heft 4-5 (Mai 1936)
- Date
- 1936-05-01
- Page
- – (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der J. W. soll nach Möglichkeit alle Monate erscheinen« Wir erhalten «ehr häufig Zuschriften von im Auslande befindlichen Bundesbrüdern, aus denen wir ersehen, wie sehr überall das Erscheinen des J. W. erwartet wird. Für viele Bundesbrüder ist der J. W. das einzige Bindeglied mit den übrigen KJVern. Mehr als bisher glaubten wir unser Augenmerk auf die wirtschaftliche Situation der Bundesbrüder richten zu müssen« Hier ist in erster Linie Wert auf die Tätigkeit des von Bbr. Georg Hirsch verwalteten Palästinaressorts zu legen. Es ist heute so weit, daß fast jeder Bundesbruder, der irgend einen Antrag an das Palästinaamt zu richten hat, sich zunächst an uns wendet und nach Möglichkeit den Antrag durch uns stellt« Wir haben seit dem Kartelltag wiederum eine große Anzahl von Anträgen auf Zuweisung eines C-Zertifikates, auf Erteilung einer Dringlichkeitsbescheinigung und auf Zuteilung von Hotelgutscheinen für Touristenreisen mit Erfolg bei dem Palästina - amt vertreten. Wir stellen allen Bundesbrüdern anheim, sich mit derartigen Anträgen an das Präsidium zu wenden. Bbr. Walter Katschke, der das Ressort Wirtschaft übernommen hat« hat dieses Ressort in Hauptberufsgruppen geteilt und die Leitung einer jedes Hauptberufsgruppe einem in dem Spezialfach erfahrenen Bundesbruder übertragen. Die zahlreichen Anfragen und die Auskünfte, die diese Bundesbrüder erteilen mußten, beweisen die Notwendigkeit dieses Ressorts. Wir versuchten aber auch mehr als bisher, in Einzelfragen die Bundesbrüder zu beraten und ihnen zu helfen. Wir haben auch hier bereits gute Erfolge erzielt. Das Präsidium war bestrebt, die Bundesbrüder zur Erfüllung ihrer Pflichten gegenüber den nationalen Fonds gemäß dem Beschluß des Kartelltages anzuhalten. Vorerst versuchen die im KH tätigen Bundesbrüder dies durchzusetzen. Wir traten aber in einzelnen Fällen an die Bundesbrüder auch direkt heran. Einzelne Austritte erfolgten im Zusammenhang mit der nachdrücklichen Durchführung des Fondsbeschlusses. Das KJV in Deutschland, nur noch ein Viertel der Gesamtzahl von einst, wird unbeirrt seine Arbeit fortsetzen. Kurt Tue hier. Bericht des B.*V. Niedersdilesien Seit Ende 1934 (vgl. Bericht in Nr. 5 des J. W. über unsere Arbeiteplanung) hat die aktive Anteilnahme sämtlicher Bundesbrüder in Breslau und in der Provinz angehalten. Der bundesbrüderliche Konnex, dessen Wiederherstellung notwendig war, ist geweckt und wirklich gespürt worden. Viele, besonders unsere jüngeren Bundesbrüder, haben uns seit dieser Zeit verlassen; trotzdem spielt sich das Verbindungsleben der noch heute etwa 50 Bundesbrüder umfassenden Breslauer Gruppe, angeregt durch die Mitarbeit aller, außer in dem persönlich-bundesbrüderlichen Rahmen erfolgreich in unseren Veranstaltungen ab. Jede Woche kommen wir zusammen. Die Beschäftigung mit Fragen und Dingen, die alle interessieren und angehen, wird durch Diskussionen und Vorschläge angeregt. Erwähnenswert ist eine Reihe von Abenden, an denen über Gemeindefragen gesprochen wurde. Einige unserer Bundesbrüder sind zur Zeit in leitenden Positionen in Vorstand und Repräsentanz der Gemeinde tätig. Regelmäßige Informationsreferate 130