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Der jüdische Wille · 1936-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1936) · page 53

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
4 (1936)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 53)
Language
German
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Selbstanzeige Kürzlich ist im Verlage Joachim Goldstein, Berlin-Wilmersdorf, Uhlandstraße 110/111 der I. Teil meines Lehrbuches „Neuhebräisch — altbekannt" erschienen« Die übrigen drei Teile sowie die Gesamtausgabe sollen in kurzen Abständen folgen. In den von mir erteilten hebräischen Kursen habe ich immer wieder die Erfahrung machen müssen, daß den Lernenden die Einprägung der Vokabeln mindestens dieselben Schwierigkeiten verursacht wie die Aneignung der Grammatik. Auf der anderen Seite sah ich, wie viele Möglichkeiten der didaktischen Verbindung hebräischer Wörter mit Dingen, die jedem Durchschnittsjuden in Deutschland geläufig sind, so gut wie brach liegen (z. B. „Kies", „Pinke", „gchmierp stehen"); Ufld BJT^var festzustellen, daß es zwar manche Lehrbücher gibt, welche die Darstellung der Grammatik möglichst vereinfachen, daß aber noch niemals ernstlich der Versuch unternommen ist, auch die Aneignung der Vokabeln zu erleichtern. Hieraus ergab sich die Konzeption meines Buches. Sein Wesen liegt darin, daß jede Vokabel irgendwie angeknüpft wird. Diese Anknüpfung erfolgt in erster Linie in wissenschaftlicher Weise, wobei alle in Frage kommenden Begriffe jüdischen Wissens und auch der Allgemeinbildung herangezogen sind, soweit sie als bekannt vorausgesetzt werden können (z. B. Bethlehem, Tel Awiw, Rechowot; Midrasch, Sseder-Abend, Cheder; Chaluz, Habonim, Hapoel Hazair; Ghammer, Kowed, Zores; Kohl reden, Kassiber, Cholera). In zweiter Linie, nämlich da, wo eine wissenschaftliche Anknüpfung nicht möglich ist, bediene ich mich des Behelfs der Mnemotechnik (z. B. bei r e g e 1 Fuß: man geht in der Regel zu Fuß; bei m i t a Bett: darin liegt man um Mitternacht; bei s s t a w Herbst: wir denken an einen Herrn Gustav Herbst). Die rung 2000 Vokabeln, die das Lehrbuch enthält, sind nach ihrer Wichtigkeit und nach ihrer Anknüpfbarkeit sehr sorgfältig ausgewählt. Sie sind im Text in fortlaufender Darstellung gegeben und am Schluß der Lektionen nochmals zusammengestellt. Die Uebungen und Uebersetzungsaufgaben, die jeder Lektion beigefügt sind, sind nur auf die behandelten Vokabeln abgestellt. Auch die Grammatik ist in leicht faßlicher und möglichst einfacher Form dargestellt, und auch hier sind, wo notwendig und angängig, Anknüpfungen an bekannte Begriffe und Hülfen der Einprägung gegeben. Dagesch und Schwa werden nur in dem unbedingt nötigen Umfang mitgeschrieben und erst in der vorletzten Lektion vollständig behandelt. Ungeachtet aller Vereinfachungen habe ich mich bemüht, dieses Lehrbuch wissenschaftlich einwandfrei zu gestalten und dem Lernenden das Wissen zu vermitteln, das ein Lehrbuch überhaupt vermitteln kann. Das Buch scheint mir — zumal im Hinblick auf die gegenwärtige deutsche Alijah — ein dringendes Bedürfnis zu befriedigen. Erich Hirschfeld. Eine neue jüdische Geschic Die Zahl der jüdischen Geschichtswerke mehrt sich zusehends, und es ist die Frage, ob jedes von ihnen seine innere Berechtigung hat. Sieht man von den Standardwerken von Grätz und Dubnow ab, und von Spezialuntersuchungen, wie dem Werk von Elias Auerbach, so bieten all diese Geschichtsbücher nicht viel Neues. Theilhaber ist kein Unbekannter im tc von Fefix A. Theilhaber jüdischen Schrifttum, und seine zahl« reichen Arbeiten ließen schon die Erwartung zu, daß er sich einmal zu einer zusammenfassenden Darstellung entschließen würde. Das soeben erschienene Buch hat den Titel: „I m Kampf um Gott, Volk und Land. Geschichte der Juden in Erez Israel von 1300 vor Chr. bis 300 nach Chr.* und ist der erste Band einer 53

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