Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 4 (1936)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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2, des Präsidiums* Das Präsidium ist der Meinung, daß die Beschlüsse des Kartelltages von 1932 in hinreichender Weise klarstellen, daß die Zugehörigkeit zum KJV voraussetzt: Zugehörigkeit zur Zionistischen Weltorganisation und Kauf des Schekels. Das Präsidium steht ferner auf dem Standpunkt, daß die Beschlüsse des Kartelltages von 1932 auch heute in vollem Umfange Geltung haben. 3« des VJSt Hechawer: Alle Bundesbrüder müssen Mitglieder der Zionistischen Weltorganisation sein und alle daraus sich ergebenden Pflichten erfüllen. Die revisionistischen Bundesbrüder, die z. Zt, dem KJV angehören, dürfen jedoch ausnahmsweise im Kartell verbleiben. Der Antrag des Kadimah hat sich durch die vorausgegangene Diskussion erledigt. Die Entschließung des Präsidiums wird angenommen. Angenommen wird ferner (mit 13 zu 11 Stimmen) die Resolution des Hechawer, die die Ausnahmebestimmung gegenüber der Regel enthält. Ferner werden folgende beiden Zusatzanträge angenommen: Zusatz 1: Die Ausnahmebestimmung bezieht sich nur auf die Bundesbrüder, die bereits heute Mitglieder der NZO sind. Zusatz 2: Auch die Bundesbrüder, auf die die Ausnahme zutrifft, unterliegen der Verpflichtung gegenüber den nationalen Fonds und dem SchekeL (Die Geschäftsordnungsdebatte bezüglich der Anträge muß aus Raumgründen entfallen.) Namens des Permanenzausschusses schlägt Bbr. Klee zum Präsiden Bbr. Kurt Tuchler vor. Die Wahl erfolgt einstimmig (lebhafter Beifall)* In das Präsidium werden gewählt: ' Kurt Tuchler — Präside, Ernst Gotthelf, Georg Hirsch, Maurice Hirschfeld, Conrad Kaiser, Walter Katschke, Hans Klee, Zu Mitgliedern des Präsidial-Ehrenrates werden gewählt: Erich Gerechter, Ernst Mandelbaum, Simon Nathan, Fritz Simon Neumann, Egon Rosenberg, Nach Schlußansprachen von Arthur Stein und Kurt Tuchler wird der Kartelltag mit dem Absingen der Hatikwah beschlossen. Der 15. Kartelltag Von Bbr. Conrad Kaiser. I. „Um es gleich vorweg zu nehmen: Nicht noch einmal Kartelltag in BerlinI", beginnt der Feuilletonchronist des KT vom Frühjahr 1932 seine Klagen über „Zerfließen und Auseinanderlaufen, Kalte und Uneinheitlichkeit, mangelnde Geschlossenheit der Erscheinung, Fehlen gefühlsmäßigen Einheitswertes des Beisammenseins." t Nun, um es vorweg zu nehmen, dieses Mal war es erheblich besser, bei freilich bescheidener gewordenen Ansprüchen. — Wenn man älter wird, wird man mit Interjektionen sparsamer, und das Fragezeichen verdrängt nach 42