Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 4 (1936)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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Teil bloß mechanischen Annäherung an die zionistischen und national jüdischen Anschauungen einen freien Meinungsaustausch und eine geistige Annäherung herbeizuführen. 4. Das Band, das durch Korrespondenz, besonders aber durch den „Jüdischen Willen" das Präsidium mit den Bundesbrüdern in Deutschland und außerhalb Deutschlands verbindet, soll aufrecht erhalten und gefestigt werden. 5. Die schon in der letzten Zeit zunehmend gepflegten Ansätze zur wirtschaftlichen Hilfeleistung an Bundesbrüder sollen nach Maßgabe des Möglichen weitergeführt werden. 6. Das KJV hält fest an dem Maassergedanken des KH und verlangt von jedem Bundesbruder, daß er seinen KH-Beitrag nach Maßgabe der von der ZVfD festgesetzten Maasserordnung leistet. Darüber hinaus fordert das Kartell von jedem KJVer aktive Mitarbeit für die nationalen Fonds, insbesondere für den KH und erwartet von jedem KJVer während des Winters 1935-36 anläßlich der Campagne zur Ansiedlung deutscher Juden in Palästina eine ehrenamtliche Mitarbeit als Besucher oder Begleiter. Andererseits verlangt das KJV, daß sowohl bei der Uebersiedlung nach Palästina, der Erteilung von Zertifikaten, wie bei allen mit dem Transfer zusammenhängenden Fragen, die langjährige Zugehörigkeit zur ZO, die Zahlung der Beiträge und die Erfüllung der Maasserpflicht eine gebührende Berücksichtigung finden muß. Der Kartelltag legt Wert darauf, daß vor der Aufstellung der neuen Maasserordnung auch Bundesbrüder verschiedener Berufe gehört werden. 7. Palästina ist so sehr Inhalt der Lebenswirklichkeit jedes einzelnen Bundesbruders schon hier geworden, daß besondere auf Palästina abzielende Programmpunkte immer nur hinter der Wirklichkeit zurückbleiben können. Die anhaltende Einwanderung der Bundesbrüder in Palästina und die hierdurch sich ergebende Vergrößerung des Mitgliederbestandes des palästinensischen Kartells macht die Frage der Einordnung unserer Bundesbrüder auch in zionistischer Hinsicht zu einer gebieterischen Notwendigkeit. Der Kartelltag begrüßt das palästinensische KJV, insbesondere zu seiner Tagung am 20. Dezember. Er hofft auf einen erfolgreichen Verlauf, der es für die Zukunft ermöglicht, in Zusammenarbeit mit uns einen Weg zu finden, auch die neu herüberkommenden Bundesbrüder bei aller Schwierigkeit ihrer persönlichen Einordnung zum Wohle des Landes und der zionistischen Organisation einzusetzen. Weniger denn je ist mit der Uebersiedlung des einzelnen die Frage persönlichen zionistischen Lebens gelöst. Um so stärker ergibt sich für jeden Zionisten und damit für jeden KJVer die Notwendigkeit, in der jüdischen Wirklichkeit Palästinas speziell den Erfordernissen zionistischer Arbeit sich zur Verfügung zu stellen. Antrag des Ruder-VJSt* Der Kartelltag stellt fest, daß jeder KJVer zur aktiven zionistischen Arbeit bereit ist. Das Präsidium soll geeignete Maßnahmen treffen, daß jeder Bundesbruder an der für ihn geeigneten Stelle Verwenndung findet. Entsprechend der Arbeitsbereitschaft aller KJVer ersucht der Kartelltag die an leitender Stelle tätigen KJVer, die Fühlung mit den Bundesbrüdern sowohl durch Information wie durch Heranziehung zur Meinungsbildung in den Fragen zionistischer Politik in höherem Maße in Zukunft zu verstärken. Alle Bundesbrüder sind in ihrer zionistischen Betätigung dem Kartelt verantwortlich, ungeachtet ihrer innerzionistischen Einstellung. 40