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Der jüdische Wille · 1936-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1936) · page 34

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
4 (1936)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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legenheiten nicht ausnützen, weil der Betreffende bereits nach Palästina ge* gangen ist. Wenn Spezialisten gesucht werden, so ergibt sich oft die Situation, daß wir solche nicht haben« Vielleicht sollte man das Ressort doppelt besetzen, und wenn Walter Katschke ins Präsidium kommt, wird er in Verbindung mit dem Bundesbruder, der diese Arbeit bisher gemacht hat, diese Dinge in die Hand nehmen. Ich glaube aber nicht, daß „das KJV" mit fliegenden Fahnen in die gesamtzionistische Arbeit geht. Ich habe nicht die Ueberzeugung, daß es auf diesem Wege gehen wird. Unser Weg wird nicht schnell, sondern lang« sam sein, aber weiter wie bisher — sicher. Zwei Anregungen werden wir uns zu eigen machen, zunächst die Anregung einer besonderen Bemühung um die werdende Lehrerschaft, die später die Jugend auszubilden hat. Ich begrüße ferner den Vorschlag, ein Mitglied des Präsidiums zu bestimmen, das in Breslau oder einem anderen Orte außerhalb Berlins sitzt. Ich glaube, daß wir aus den aktivsten KJV-Zentren Bundesbrüder in das Präsidium wählen sollen, mit denen wir gelegentlich auch außerhalb der Kartelltage beraten. Und nun noch einige Worte über die ernsteste Frage, über die Frage der Revisionisten. Ich habe seinerzeit den BZK zurück ins KJV bringen helfen» Die meisten sind uns seit 1927 treu geblieben. Ich war auf den letzten Kartelltagen gegen alle Ausschlußtendenzen. Auf dem vorigen Kartelltag sagten die revisionistischen Bundesbrüder: „Wir sind doch für die Fonds; wir sind ja in der Weltorganisation.". Und wenn gerade sie zu den verbindenden Elementen gehören, die vielleicht Ansatzpunkte einer Wiedervereinigung bilden könnten, so können wir doch nicht verkennen, daß sich die Revisionisten inzwischen in einen Gegensatz zur Zionistischen Weltorganisation gestellt haben und daß ein Kampf zwischen der Zionistischen Weltorganisation und dem Revisionismus sich abspielt. Ich habe vor einiger Zeit Jabotinsky die Zionistische Organisation in Grund und Boden kritisieren gehört, mit zwei Worten, die ich nicht vergessen werde. Er hat gesagt: „Lo ami!" Auch die Bundesbrüder, die heute um ihre Stellung im KJV kämpfen, sollen sich klar machen, daß es eine gewisse Grenze und ein Maß in den Dingen gibt. Unser Prinzip war immer klar; diese Klarheit muß bei einer geänderten Situation bleiben. Es wird die Aufgabe des Präsidiums sein, einerseits immer neue Menschen an die allgemeine zionistische Arbeit heranzuführen, auf der anderen Seite das KJV in seiner selbständigen Bedeutung und seiner besonderen Zusammensetzung zu erhalten. Und wenn dieser Kartelltag wirklich einen Erfolg haben soll, dann soll es der sein, daß schon für die Leitung des KJV selbst sich hier neue Menschen finden, die nicht belastet sind mit all der sonstigen Arbeit, Menschen, die in die leitende Arbeit des KJV neu eintreten. Ich selber werde diese Arbeit, wenn sie gegen meinen Wunsch mir zunächst wieder übertragen würde, voraussichtlich nicht für lange übernehmen. Felix Jacobsohns Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich einen Punkt, über den die Permanenzkommission sich einig wurde, herausgreife. Von den Vorschlägen hat sich die Kommission Punkt 2 der Präsidialvorschläge zu eigen gemacht. Hiermit ist also der Antrag der Kadimah entfallen, aber auch der Kompromißantrag des VJSt Hechawer, der besagt, alle Mitglieder müßten der Zionistischen Welt* Organisation angehören, die Revisionisten aber, die dem KJV bereits angehören, dürften im KJV verbleiben. Nach dem, was Rosenberg, Tuchler und andere hier gesagt haben, fällt es mir sehr schwer, mich ausführlich zu äußern» Ich bitte Euch, davon abzusehen, daß ich seit über 35 Jahren dem KJV an- 34

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