Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 3 (1935)
- Issue
- Heft 5-6 (Juli 1935)
- Date
- 1935-07-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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stellten Fragen der Erziehung im Lande in den Mittelpunkt der Erörterungen. Bisher fanden zwei hebräische Abende statt, auf denen Bundesbruder Max Mayer und Prof. Frankel von der Universität referierten. Neben den großen Veranstaltungen gingen Versuche, in kleineren Kreisen die Bundesbrüder zusammenzufassen. Leider blieb das Meiste im Versuchsstadium stecken. Der Kreis der jüngeren Bundesbrüder scheiterte mangels Interesse der Jüngeren. Wirklich durchgeführt wurde überhaupt nur das Seminar von Bbr. Bonne über „Aktuelle Wirtschafts- und Gesellschaftsprobleme des Vorderen Orients". Man muß allgemein feststellen, daß außerhalb der Vortragende kaum positive Arbeit vom Jerusalemer Kartell geleistet wurde und auch der Zusammenhang unter den Bundesbrüdern noch sehr zu wünschen übrig läßt. Trotz des gut gelungenen gemütlichen Beisammenseins im gastfreien Hause von Bbr. Smoira ist es darüber hinaus nicht möglich gewesen, den bundesbrüderlichen Zusammenhang zu stärken. Es mehren sich allerdings in letzter Zeit die Anzeichen, daß der allenthalben empfundene Mangel über kurz oder lang doch zu einer positiven Lösung führen wird, und wir können hoffen, daß sowohl die Ansätze zur Kreisbildung Erfolg haben wie auch, daß die jetzt aufgenommenen gemeinsamen Wanderungen wieder zu einer Stärkung des bundesbrüderlichen Zusammenlebens führen werden. Antwort und Entgegnung zum Artikel von Jakob Rosenberg Keine falsche Polemik! Der Artikel von Bbr. Jakob Rosenberg „Zur Zukunft des KJV." im letzten Heft des „Jüdischen Willen" fordert eine Antwort heraus. Ich kann mir über die Zustände des palästinensischen Kartells kein zureichendes Urteil bilden und möchte mich deswegen mit dem hierauf bezüglichen Teile des Artikels nicht weiter beschäftigen. Mit dem deutschen Teile des Aufsatzes aber mich auseinanderzusetzen, halte ich für eine Gewissenspflicht. Wenn die Frage des Verhältnisses zwischen KJV, und ZVfD. in einer so polemischen Form aufgerollt wird, dann kann ich um des KJV. willen nicht schweigen. Es darf nicht sein, daß Entfremdung und Mißverständnis dort Platz greifen, wo nach unserer aller Ueberzeugung Nähe und Eintracht herrschen müssen. Einige kleine Irrtümer können leicht richtiggestellt werden. Die Sitzung des Geschäftsführenden Ausschusses vom 31. März d, J., die die Politik des Führungsanspruches vorbereitet hat, war durchaus nicht nur durch die Anwesenheit der Gruppenverbandssekretäre erweitert, sondern auch durch die Teilnahme der ehrenamtlichen Vorsitzenden der Ortsgruppen Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Mannheim, Leipzig, Hamburg, Breslau und Königsberg. Die Sitzung war damit de facto einer früheren Landesvorstandssitzung recht ähnlich. Des weiteren sind Wahlen zum Delegiertentag, zu Landesvorstand und G.-A. ohnehin geplant. Gerade der Verlauf der letzten Arbeitstagung der ZVfD. am 5. April hat den Wunsch danach speziell unter der Beamtenschaft hervorgerufen. Um der politischen Erziehung der neugewonnenen Zionisten, ihrer Einführung in das eigentliche innere Leben der zionistischen Bewegung willen, erscheint ein Delegiertentag in herkömmlichem Stile erforderlich. 14*