Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 3 (1935)
- Issue
- Heft 5-6 (Juli 1935)
- Date
- 1935-07-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Für die hebräische Arbeit unter den Bbr. haben wir Chugim eingerichtet, einen für Fortgeschrittene, einen für Anfänger, einen für Bath Galim. Sämtliche Chugim stehen unter Leitung von Bbr. FrenkeL Um die wirtschaftlichen Beziehungen der Bbr. untereinander zu fördern, haben wir eine Art Mittelstelle geschaffen, deren Leitung Bbr. Walter Fischer übernommen hat. Dieser gibt zunächst eine Liste der hiesigen Bbr. mit detaillierter Angabe ihrer Berufstätigkeit heraus. Wir haben ferner eine Einrichtung geschaffen, die es ermöglichen .soll, daß Bbr., die ein Darlehen aus einer Darlehnskasse in Anspruch nehmen müssen, die dazu nötigen Bürgschaften erhalten, falls das Darlehn wirtschaftlich begründet ist. Eine größere Anzahl von Bbr. hat sich bereit erklärt, solchen gegenüber, die für ein Darlehen nach Prüfung durch eine Kommission die Hauptbürgschaft übernehmen, Rückbürgschaft im Betrage von je 3 LP. für alle laufenden Fälle zusammen zu leisten. Der Deutschen Abteilung des Keren Hajessod haben sich eine größere Anzahl von Bbr. zur Mitarbeit zur Verfügung gestellt. Eine Reihe von Bbr., besonders Josef Loewy, Rolf Jacobi und Bergheim haben eine Wassersport-Abt eilung des Maccabi ins Leben gerufen, der auch 2 Boote des Ruder VJSt. Berlin zur Verfügung stehen. Am 22. 12. hatten wir eine sehr gelungene gesellige Veranstaltung, welche besonders durch die Erstaufführung der von den Bbr. Tiefenthal, Hugo Cahn und Chizes verfaßten Revue: „Oi, hagermanim" oder „Haifa, wie es weint und lacht" großen Erfolg hatte. Bbr. Hirschbruch als Conferencier und als palästinensische Hausfrau schlug seinen eigenen Rekord. Ludwig Mayer. IV« Jerusalem« » Trotzdem Jerusalem abseits vom breiten Strom der Einwanderung liegt, hat sich im Verlauf der letzten zwei Jahre eine unverhältnismäßig große Zahl von Akademikern, besonders Aerzten, hier niedergelassen. Der Jerusalemer Snif des KJV. umfaßt daher jetzt etwa hundert Bundesbrüder. Bis zum letzten Kartelltag erschöpfte sich das Leben des Jerusalemer KJV. in einigen sehr wenigen Vorträgen und in Kartelltagskonventen. Nach dem Kartelltag änderte sich das Bild, indem in ziemlich regelmäßiger Folge zweimal im Monat Veranstaltungen stattfanden. Den größten Teil bildeten Vortragsabende mit meist politischen Themen. Bis auf einige Konvente waren unsere Veranstaltungen öffentlich, was bedeutet, daß die Familienangehörigen der Bundesbrüder wie auch ein größerer Kreis geladener Gäste daran teilnahmen. Daß wir mit diesem Hinaustreten vor eine breitere Oeffentlichkeit recht taten, beweist der starke Zuspruch von seiten der Nicht-KJV.»er. Wir wollen hier nicht verhehlen, daß wir mit dem Besuchseifer der Bundesbrüder weniger zufrieden sein konnten. Aus der Reihe der Vorträge seien nur zwei gesondert erwähnt, nämlich die Vorträge von Max Hecker über das historische jüdische Jerusalem mit einer anschließenden sehr aufschlußreichen Führung durch die betreffenden Stätten. Das Hebräische spielte bisher in unseren Veranstaltungen leider nur eine kleine Rolle. Der Chug Iwri der HOG. in Jerusalem arbeitet besonders gut und bietet Fortgeschrittenen eine ausreichende Gelegenheit zur Vervollständig gung ihrer Kenntnisse. Wir beschränkten uns daher auf ein Spezialgebiet und t47