Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 3 (1935)
- Issue
- Heft 5-6 (Juli 1935)
- Date
- 1935-07-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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sie aktiv arbeiten und vor dem sie sich gleichfalls auch verantworten sollten. Wir hatten das Gefühl, daß ein Bedürfnis zu diesem Zusammenschluß bestand, und hofften, auf diese Weise Kräfte zu mobilisieren, die sonst brach gelegen hätten. Um das Gefühl der gegenseitigen Verantwortlichkeit zu stärken, riefen wir den Convent wieder ins Leben, der regelmäßig bisher tagte und auf dem die Arbeit des Kreises besprochen und Rechenschaft abgelegt wurden. Unsere Veranstaltungen fanden fast wöchentlich statt. Es wurden Themen behandelt, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang miteinander standen. Wir versuchen jetzt, mehrere Kurse über bestimmte Themen vorzubereiten, die uns zur Teilnahme an gewissen öffentlichen Aktionen führen sollen. So beschäftigt sich unser Kreis, der sich doch zunächst nur aus Tel Avivern zusammensetzt, die sich um ihre Stadt, in der sie leben, kümmern sollen, mit den städtischen Problemen dieser Stadt. Wir versuchen vorläufig uns Kenntnisse über die einzelnen Zweige des städtischen Lebens zu verschaffen, z. B.: berufliche Zusammensetzung, ökonomische Basis, Bauprobleme, Verwaltungsfragen, Erziehungswesen, gesellschaftliches Leben usw. Im Laufe unserer Tätigkeit veranstalteten wir die Tagung in Ben-Schemen, die einer inneren Klärung dienen sollte. Wenn das Camp auch seinen Zweck nicht voll erfüllt hat, so war die große Teilnahme doch eine erfreuliche Bestätigung unseres Gefühles, daß ein Bedürfnis nach Zusammenschluß bestand. Wir glauben, durch die Gründung unseres Kreises die Tel Aviver KJV.- Arbeit angeregt zu haben. — Wir beteiligen uns auch regelmäßig an den Veranstaltungen des Snif Tel Aviv, in dessen Leitung auch ein Vertreter unseres Kreises sitzt. Unser Kreis besteht im Augenblick aus 25 Bundesbrüdern. Wir beabsichtigen, in nächster Zeit eine Reihe von Neuaufnahmen vorzunehmen. H. J. III. Haifa. Das Leben der Haifaer Gruppe konzentriert sich hauptsächlich in den 'Zusammenkünften, die regelmäßig jeden Montag abend im Cafe Aiistria stattfinden, wo fast immer ein Vortrag gehalten wird, an den sich eine Diskussion anschließt. Die Vorträge werden fast ausschließlich von Bbr. gehalten und sollen vor allem der Information über die politischen, wirtschaftlichen, sozialen xind kulturellen Erscheinungen des Landes dienen. — Einmal in jedem Monat wird ein hebräischer Vortrag gehalten. In der letzten Zeit wurde über die folgenden Themen gesprochen: Frenkel (hebräisch): Ueber das Leben der Fellachen. Gerhard Holdheim: Erfahrungen aus der Arbeit des Aktivkreises der Aelteren in Tel Aviv. Ciffrin: Haifa vom städtebaulichen Standpunkt. Elias Auerbach: Die Ergebnisse der neueren Ausgrabungen in Erez Israel und den Nachbarländern. Josef Loewy: Expansion nach Cypern und Syrien, Fortsetzung der Diskussion hierüber an einem besonderen Abend. Walter Preuss: Die gegenwärtigen Aufgaben der Histadruth (unter Beteiligung von Mitgliedern der Moazath Poale Haifa). 146