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Der jüdische Wille · 1935-04-01 · Heft 3 (April 1935) · page 9

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
3 (1935)
Issue
Heft 3 (April 1935)
Date
1935-04-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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an einer Stelle; „Wenn unser Herr erwähnt, daß er nach der Gymnastik Schwäche empfindet, so ist die Ursache dafür das Aufgeben und Au»l.afifeif derselben. Wenn er graduell sie immer wieder vornehmen würde, nach und nach, so würde er als Erfolg soviel an Kraft und Lebendigkeit erlangen» als eben am Ende jeder Gymnastik gefunden werden sollte, die dem erforderlichen Maße entspricht/' (H, Kroner, Oberdorf») Gewiß, die moderne Heilkunde braucht auf Maimonides nicht zurück* zugreifen. Aber in der Geschichte der Medizin und besonders itt einer Geschichte der jüdischen Leistungen auf medizinischem Gebiete Wird der Arzt Mosche ben Maimon immer einem hervorragenden Platz besetzen» Fragen der Makkabiarbeit Von Bbr. Alfred Rabau An dieser Stelle braucht man nicht die Notwendigkeit der Makkabiarbeit zu begründen. Man kann vielmehr bei unseren Bundesbrüdern voraussetzen, daß siedie besondere Bedeutung der Arbeit im und für den Makkabi anerkennen. Gleichwohl dürfte ein kurzer Ueberblick über Richtung und Umfang der Arbeit des Deutschen Makkabikreises in den letzten zwei Jahren am Platze sein. Als im Jahre 1933 für die große Masse der jüdischen! Turner und Sport«* ler zum erstenl Male das Problem des jüdischen Sports akut wurde, zeigte sich auch hier, wie auf fast allen Gebieten des jüdischen Lebens damals, daß die äußeren Erschütterungen nicht imstande waren, den deutschen Juden die wirklichen Probleme des jüdischen Lebens aufzuzeigen. Man stand zwar vor der Notwendigkeit, für die große Zahl aller Turner und Sporiler, die aus den arischen Vereinen herausgehen mußten, jüdische Vereine zu bilden. Man glaubte aber damals noch in weiten Kreisen, den eigentlichen Problemen dadurch ausweichen zu können, daß man sogenannte neutrale jüdische Turn- und Sportvereine gründete. Mit einem nicht wegzuleugnenden Fingerspitzengefühl verstand es in dieser Zeit der RJF., sich eine Turn- und Sportorganisation anzugliedern, indem er fühlte, daß er auf diesem Wege um sich eine Jugend scharen! konnte, an die er sonst nach seiner ganzen Struktur niemals herangekommen wäre. Gerade der Sportbund des RJF. ging daher in der ersten1 Zeit seines Bestehens von der Neutralität des Sports aus und versuchte, die große Menge der heimatlos gewordenen Turner und Sportler dadurch zu sich herüberzuziehen, daß er an Stelle der alten Form der „Pari" tat" jetzt die Form der „Neutralität" setzte. Der Deutsche Makkabikreis darf von sich sagen!, diese Gefahr der Neuformation der Assimilation zuerst in ihrer vollen Bedeutung erkannt zu haben. Aus diesem Grunde war die großangelegte Werbeaktion des Makkabi von Anfang an mit dem schärfsten Kampf gegen die Assimilation verbunden. Zugleich aber wurde in eindringlichster Weise yoin Makkabi unaufhörlich betont, daß Turnen und Sport niemals Selbstzweck sein können, und daß insbesondere in der heutigen Situation die deutschen Juden ihre physische Regeneration durch Turnen und Sport nur dann erreichen könnten, wenn sie den Sport und das Turnen in den Dienst der jüdischen Idee stellten. So wurde durch diese Arbeit des Makkabi schließlich erreicht, daß auch der Sportbund des RJF. sich dazu durchrang, von dem Neutralitätsgedanken des Sports abzugehen1, und Turnen und Sport niur als Mittet zur Erziehung seiner Menschen zu den politischen Zielen des RJF« proklamierte» 65

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