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Der jüdische Wille · 1935-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1935) · page 40

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
3 (1935)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 40)
Language
German
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Die KJV.er Tagung in Berlin bedauert, daß der Landesverband Erez Israel die traditionelle KJV.er-Linie der inneren zionistischen Neutralität verlassen hat, Sie bedauert das Ausscheiden so zahlreicher bewährter Bundesbrüder und wünscht, daß alle Anstrengungen gemacht werden, nun weiterhin mit ihnen die bundesbrüderliche Verbundenheit aufrechtzuerhalten. Dementsprechend lehnt er eine Uebertragung der palästinensischen Beschlüsse auf das deutsche Kartell ab. Sie bittet, daß das Palästina- Präsidium angesichts der beginnenden Befriedung innerhalb des Gesamtzionismus alle Anstrengungen macht, um die Einheit des Palästina-Kartells wiederherzustellen. Tannenbaum (Köln). Kleiner (Breslau). Ich möchte diese Resolution mit Euch lernen". In dem ersten Satz finden sich die beiden Begriffe Tradition und Neutralität zusammengezogen zu dem einen Begriff „traditionelle Neutralität". Ein großer Teil der Bbr. Bbr. hat wörtlich oder sinngemäß hier zum Ausdruck gebracht, daß das palästinensische Kartell einen Neutralitätsbruch begangen habe, und ein anderer sagte, wir müssen das palästinensische Kartell wieder auf die Linie der traditionellen Neutralität zurückführen. Hierzu möchte ich folgendes sagen: Der Begriff der Neutralität ist für das Kartell immer ein dynamischer gewesen. Es gibt keinen starren Begriff der Neutralität. Als ich in das Kartell eintrat, in den BJC, in dem fast nur Zionisten waren, bis auf zwei Nichtzionisten, sagte man: „Wir sind neutral; wir wollen ein lebendiges Judentum, das heute im wesentlichen identisch ist mit Zionismus. Wir können uns aber vorstellen, es kann auch ein lebendiges Judentum geben, das nicht im Zionismus mündet. Eine zionistische Festlegung würde einen Neutralitätsbruch bedeuten." Ich bleibe bei dieser Epoche nicht stehen. Wir sind Zionisten geworden, aber auch in der Zeit, wo wir Zionisten waren, gab es Augenblicke der zionistischen Intensität, wo man eine bestimmte Gruppierung oder eine bestimmte Anschauung, auch wenn sie vor* Zionisten vertreten wurde, nicht als KJV.-mäßig empfunden hat. Es konnte jeweilig Anschauungen igeben, von denen man sagte, hier hat die Neutralität ihre Grenzen; hier können wir nicht mehr dulden, daß diejenigen im KJV. bleiben, die in diesem Augenblick sich absondern. Es gibt in Palästina die Achi-Meir- Gruppe, eine terroristische Gruppe innerhalb der revisionistschen Union. Man kann nicht sagen, das ist eine innerrevisionistische Angelegenheit, sondern das KJV. hat sich mit dieser Auffassung auseinanderzusetzen, wenn es auch nur einen Vertreter dieser Revisionistischen Union innerhalb des KJV, gibt. Es hat sich damit auseinanderzusetzen, daß diese Achi-Meir-Organisation die zionistische Bewegung zerstören will und den Fonds Boykott ansagt. Ich weiß nicht, ob Ihr die Krise empfindet, in der sich heute der Zionismus befindet. Zionismus ist nicht identisch mit Palästina-Wanderung. Es kommt darauf an, daß es gelingt, die Menschen zu einem Volke zusammenzuschweißen und sie in Palästina zu verwurzeln. Wenn in dieser Zeit eine Gruppierung in Palästina ist, die all dem entgegenarbeitet, was die Zusammenfassung des Volkes anbelangt, dann kann das KJV. daran nicht stillschweigend vorübergehen. Und nun ist hier unser ehemaliger Bbr. Fröhlich genannt worden. Als ich vor fünf Jahren das vorletzte Mal in Palästina war und mich Fröhlich besuchte, hatte ich durchaus den Eindruck, daß er mir Bundesbrüderlichkeit entgegenbrachte. Und trotzdem hatte ich schon damals die Auffassung, daß ich zionistisch mit ihm nichts zu tun hatte. Dieser Bbr. Fröhlich hat einen Aufruf für Boykott des Nationalfonds 40

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