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Der jüdische Wille · 1935-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1935) · page 37

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
3 (1935)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 37)
Language
German
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daß man die ausgeschiedenen Bundesbrüder weiter als Bundesbrüder betrachtet. Wir wollen, weil wir den Austritt der 75 Bundesbrüder bedauern, nicht die Gefahr heraufbeschwören, daß ein anderer, vielleicht noch größerer Teil dafür austritt. Hätte ich freilich nach meinem Empfinden zu handeln und eine Resolution zu formulieren, so würde diese Resolution etwas scharf ausfallen. Ich meine: das Präsidium muß wissen: die Stimmung der Mehrzahl der hier Versammelten bedauert aufs Tiefste die Vorgänge in Tel-Aviv. Von Seiten de& deutschen Präsidiums muß auf alle Gefahren dieser Beschlüsse hingewiesen werden. Die beste Kontrolle besteht in zwei Punkten: 1. das, was hier gesagt worden ist, soll nicht nur dem Präsidium des Landesverbandes zum Ausdruck gebracht werden, sondern auch den ausgeschiedenen Bundesbrüdern, 2. daß man eine Redaktionskommission schafft. (Zuruf: das Protokoll!) Protokolle können verschieden geführt werden« Bbr. Engels Es wurden Resolutionen gefaßt, und es wurde ein Kartellbeschluß gefaßt*. Niemand wurde gezwungen, auszutreten, sondern auf Grund eines Beschlusses haben Bundesbrüder ihren Austritt erklärt. Es ist für uns unerheblich, ob der Austritt bei diesen Bundesbrüdern vor oder nach den Beschlüssen erfolgte. Das wäre nicht unerheblich für eine Orientierung in Palästina. Wir können das Bedauern der Bundesbrüder, die sehr starke persönliche Beziehungen mit uns hier haben und ausgetreten sind, verstehen. Welche Aufgaben das KJV. in Palästina hat, können wir von hier nicht bestimmen, denn dazu sind wir weitaus nicht kompetent. Es gab einmal einen KJV.-Hochmutsteufel, und der behauptete, die sogenannte KJV.-Erziehung vermittle besondere politische Schulung. Ich möchte nicht darüber sprechen, daß die sogenannte Schulung sich sehr oft als nicht vorhanden gezeigt hat. Man braucht sich bloß die Liste der Ausgetretenen anzusehen und es ist richtig, daß es darauf ankam, wer diese Resolutionen gegen den Revisionismus eingebracht hat. Man hätte einbringen können, was man wollte, diese Leute hätten sauer darauf reagiert. Wenn man in Palästina gewesen ist, und sei es auch nur 14 Tage, fällt eine Sache sofort auf, das KJV. in Palästina ist nicht existent im eigentlichen Sinne. Es war es nicht vor 1933 und auch nicht nachher: und das hat seine besonderen Gründe. Völliger Wandel aller Lebensumstände, völliger Wechsel der menschlischen Umgehung usw. Ich möchte niemandem einen Vorwurf machen, das er sich um dieses KJV. nicht gekümmert hat, das von den Alten Herren mit großer Emphase gelobt wird. Da gibt es sehr vieledeutsche Einwanderer, die sich für die zionistischen Probleme interessieren, wofür aber die dortigen KJV.er kein Interesse haben. Der stärkste Eindruck war für mich der, daß Palästina ein ungeheures Propagandagebiet für den Zionismus ist. Die KJV.er hätten hier eine Aufgabe für den Zionismus, der von höheren Idealen getragen werden müßte. Aber nicht das geringste Interesse besteht hierfür, denn es gibt so viele andere Dinge in Palästina, und da kommt der alte Grundsatz „Das Hemd sitzt einem näher als der Rock" zur Geltung. Und es wird Jahre dauern, bis die KJV.er Interesse für Dinge haben, die weiter fortliegen. Im KJV. war es immer so, daß es sich zur Jugendbewegung gehörig zählte und stolz darauf war, daß immer die Jugend des Kartells ein ausgesprochenes; und gewolltes Uebergewicht über die Altherrenschaft hatte und es war immer so, daß für uns die Wünsche und Wege maßgeblich waren, die die Jugend von uns gehen wollte. Es ist doch kein Zufall, daß wir heute, wo wir keine Jugend besitzen und nur eine aufgerückte Generation von jungen Leuten, haben, unser 3T

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