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Der jüdische Wille · 1935-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1935) · page 33

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
3 (1935)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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Wir können jedoch dem Präsidium itt Palästina nicht deü Vorwurf Ersparen, d*4 t* einen so weittragenden Beschluß gefaßt hat, ohne das gesamte KjV. zu befragen, Ich glaube, daß dieser Beschluß ganz anders ausgefallen wäre, weit* da* gesamte KJV, dazu hätte Stellung nehmen können. Wir dürfen uns nicht mit dein Gedanken abfinden, daß diese Bundesbrüder endgültig aus dem KJV. ausgeschieden seilt Sollen. Unsere Btindesbrüder sind dort anders geworden und man wird anders in Palästina, weil man sich dort mit ganz anderen Dingen herumschlagen und mit anderem Prägen zu beschäftigen hat. Es genügt aber garnicht, wenn in Palästina das KJV. diesen „Kegelklub" darstellen soll, von dem hier gesprochen« wurde. Es ist gar nicht auszudenken, daß das KJV. tatsächlich in Erez Israel riür dazu da sein soll, um sich zu treffen oder irgendwelche persönlichen Beziehungen aufrecht zu erhalten. Es muß unbedingt eine ernste Aufgabe erhalten. Es wäre sinnvoll, wenn wir uns mit diesen Fragen beschäftigen würden: welchen neuen Inhalt geben wir dem KJV., welche neuen Aufgaben können wir dem KJV. stellen, die so wichtig sind, daß sich die verschiedenen politischen Ansehau-? ungern in ihm zusammenfassen lassen, und sich innerhalb des KJV. vertragen? Walter Fischer, Hindenburgj tefr vertrete den Bezirksverband Obetsebtesien und möchte ganz kurz den Standpunkt der oberschlesischen Bundesbrüder mitteilen. Wir sind der Auffassung, daß der Beschluß des palästinensischen Kartells einen schweren Neutralttäfsbrucfo darstellt, der nicht schärf genug gegeißelt werden kann, und Wir haben nur den einen Wunsch, daß es gelingen möge, diesen Beschluß rikfcgSftgig zu machen. Es ist uns gleichgültig, ob persönliche Differenzen oder Meifiuftisv«rschiedenheiteö politischer Natur diesen ßesdbluß herbeigeführt haben*, Denä dieser Beschluß ist nun einmal vorhanden Und Wir haben Uns daher lediglich mit folgendem Prägen zu beschäftigen: f, Wie wird dieser Beschluß wieder aus der Welt geschafft, und % Wie erreichen wirf daß es künftighin unmöglich ist, daß derartige Be~ schlösse zustande kommen. Denn genau so wie jetzt in der Revisionistenfrage ein Beschluß Vorliegt» der von dem deutschen Kartell: nicht gebilligt wird, ist es möglieh, daß in nächster Zeit ebenfalls Beschlüsse Zustandekommen, die zwar auf anderem Gebfete liegen, die aber vom deutschen Kartell ebenfalls nicht gebilligt werden. Man kann bei gutem Willen' aller Beteiligten auch über diese Krise hinwegkommen. Dies wird umso eher möglich sein, als es die Aufgäbe des Berliner Präsidiums sein wird, die durchaus eindeutige Stimmung dieser Tagung dem Prisidftim in Palästina mitzuteilen, Dann wird das palästinensische Präsidium auch Wege finden, um den augenblicklichen Zustand aus der Welt zu schaffen* Nun zur zweiten Frage. Wie erreicht man, daß es künftighin unmöglich ist, daß Beschlüsse gefaßt werden, die nicht die Zustimmung des gesamten Kartells finden. leb bin der Ansicht, daß der Hebel an der Verfassung des Kartells angesetzt werden muß. Es ist öfters heute davon gesprochen worden, daß die beiden Kartelfe autonom sind. Wenn dies wirklich der Fall wäre, dann könnte «** dem einen Kartell gleichgültig sein, welche Beschlüsse das andere Kartell faßt. Dann ist es uns auch gleichgültig, wenn, das palästinensische Kartell Beschlüsse faßt« die mit der Tendenz des Kartells überhaupt unvereinbar sind. 13

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