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Der jüdische Wille · 1934-11-01 · Heft 5 (November 1934) · page 44

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 5 (November 1934)
Date
1934-11-01
Page
– (sequence 44)
Language
German
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Ludwig Meyer: Das Steuerwesen Palästinas; Fritz Peyser: Die Bevölkerungs- und Krankheitsstatistik Palästinas; Dr, Aron Barth: Die Sitzung des A.C.; Moses Calvary: Die gegenwärtige hebräische Literatur. L Teil: Die erzählende Literatur; Bbr. Abraham: Die Industrie Palästinas; Pressereferate von den Bbrn. Salomon, Scjjmueli und Aronowicz. Sie haben zusammen mit einer Anzahl von Nicht-K.J.V.ern, welche aktive Zionisten waren ,die Gründung eines zionistischen Klubs in die Wege geleitet, der den zahlreichen isolierten, neu eingewanderten Zionisten Gelegenheit zu Information, Aussprache und Arbeit geben soll. Der Klub soll nicht parteimäßig festgelegt sein, er soll auch die Möglichkeit geben, nichtzionistische Einwanderer zionistisch zu beeinflussen. Die Gründungsversammlung fand am 2. Mai statt. An der Gründungsversammlung beteiligten sich eine größere Anzahl von Bundesbrüdern. Es wird dies ein Weg sein, der auch in anderen Orten versucht werden müßte und der vielleicht auch die Basis dazu bereiten Wird, Nichtzionisten allmählich in die Problemkreise hineinzuziehen und sie hier im Lande zu echten Zionisten zu erziehen. Auch in Jerusalem kamen die Bundesbrüder nur unregelmäßig zusammen; dort scheint der Kontakt am geringsten zu sein. Es fanden allerdings auch dort in letzter Zeit eine Anzahl gelungener Veranstaltungen statt, doch scheint uns, daß gerade in Jerusalem noch eine größere Initiative der Bundesbrüder nötig sein wird, um zu einer wirklichen Arbeit zu kommen. Die kleine Ortsgruppe Chederah arbeitet nach ihren Kräften recht gut, hat regelmäßige Veranstaltungen und zieht auch Nicht-K.J.V.er zu diesen Veranstaltungen hinzu. Hier ist der Vorteil, daß eine große Anzahl Bundesbrüder, die siedeln, in der Nähe von Chederah leben, so daß gewissermaßen auch gemeinsamen Interessen diese Bundesbrüder verbinden. Es kann nicht Aufgabe dieses Berichtes sein, sich mit der Frage der Existenzberechtigung und den Existenzmöglichkeiten des K.J.V. auseinanderzusetzen. Es war uns von vornherein klar, daß es sich im Anfang erst um einen Versuch handeln kann, daß eine Vorbereitungsa r b e i t notwendig ist und erst, wenn es sich herausstellt, daß wirklich die Mehrheit der Bundesbrüder bereit sein wird, aktiv sich an der Arbeit zu beteiligen, die Möglichkeit für das Gelingen dieses Versuches besteht. Wir sind selbst davon tiberzeugt, daß nicht alles ausgeführt werden konnte, was ausführbar und was wünschenswert gewesen wäre. Trotzdem glauben wir, daß das Meistmögliche geschaffen wurde, und daß bei Berücksichtigung der oben gezeichneten Schwierigkeiten die Arbeit des Präsidiums doch nicht so ganz erfolglos gewesen ist, wie es von Seiten der Kritiker gern dargestellt wird. Es wird Aufgabe des neuen Präsidiums sein, im nächsten Jahr diese Arbeit zu intensivieren und fortzuführen. Es wäre zu wünschen, daß dieses neue Präsidium bei der Organisierung und Erfassung von über 500 Bundesbrüdern, ein Kreis, der — wie sich herausgestellt hat — in den verschiedensten Hinsichten doch sehr inhomogen ist, größere Erfolge wird aufweisen können. Dies wird aber nur dann möglich sein, wenn die Bereitwilligkeit zur Mitarbeit und das aktive Interesse sich nicht nur in gelegentlicher, etwas geringschätzender Kritik äußern wird, sondern in eigener Initiative und positiver Mitarbeit. Wir glauben, daß das K.J.V. auch hier Arbeitsmöglichkeiten und Aufgaben hat, die, falls man sie erkennt und richtig bewertet für den Jishuw und d<en Aufbau von Bedeutung sein können. 168

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