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Der jüdische Wille · 1934-11-01 · Heft 5 (November 1934) · page 42

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 5 (November 1934)
Date
1934-11-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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Darlehnskasse der Hitachduth Olej Germania/ die sich jetzt in der Gründung befindet, ein Abkommen getroffen, daß die von K.J.V.ern gezeichneten Shares für eine getrennte K.J.V.-Abteilung innerhalb der Darlehnskasse reserviert bleiben, daß ein K.J.V.er in d,en Vorstand der Darlehnskasse eintreten, außerdem für K.J.Ver eine von K.J.V.er besetzte Kreditkommission bestehen solle» Da aber diese Darlehen in der Hauptsache für produktive Zwecke zur Verfügung stehen, mußte ein Mittel gefunden werden, um auch bei dringenden sozialen Notlagen helfend einspringen zu können. Zu diesem Zweck soll bei der K.J.V.-Abteilung der Darlehenskasse ein spezieller Sozialfonds eingerichtet werden, der dadurch geschaffen wird, daß jeder Bundesbruder pro Share einen Zuschlag von 25 Piaster für den Sozialfonds zahlt. Es wurde der Versuch gemacht, die Siedlungsarbeit der Bundesbrüder, so weit es in unserer Macht stand, zu fördern. Um keine Doppelorganisation zu schaffen, wurde die Hauptarbeit der H.O.G. und derem ausgebauten Apparat überlassen. Bei uns wurde in erster Linie bundesbrüderliche Beratung und Weisung gegeben. Auf einer nicht sehr zahlreich besuchten Veranstaltung der älteren in der Siedlungsbewegung befindlichen Bundesbrüder wurde auch der Versuch gemacht, eine spezielle K.J.V.er-Grppe zusammenzuschließen, doch hat dieser Versuch keinen Erfolg gehabt. Immerhin befindet sich eine größere Anzahl älterer Bundesbrüder in der Umschichtung zur Siedlung, wobei besonders die Siedlungen Ramoth Haschawim bei Tel- Aviv und Pardeß Chana zu erwähnen sind, Orte, in denen eine größere Anzahl Bundesbrüder siedelt. Unsere jüngeren Bundesbrüder sind in den verschiedenen Kibbuzim und Kwuzoth im Lande verteilt, zum Teil noch in der Ausbildung, zum Teil aber auch schon im festen Anschluß an die Gruppe, in der sie leben. Ein Teil unserer jüngeren Bundesbrüder, die sich in Gewa und Beth Alpha befinden, versuchte, als geschlossene Gruppe, innerhalb derer sich auch Nicht-K.J.V.er befanden, zur Ansiedlung zu kommen. Diese Gruppe hatte mit den verschiedensten Schwierigkeit zu kämpfen. Soweit es in unserer Macht stand, versuchten wir, ihnen bei der Ueberwindung dieser Schwierigkeiten zu helfen; besonders Bbr. Landauer tat alles, um den Plan durchzuführen. Im letzten Augenblick, als schon alles zur Ansiedlung bereit stand, zerfiel die Gruppe teilweise durch äußere Bedingungen veranlaßt, teilweise aber auch infolge einer inneren Inhomogenität. Es muß versucht werden, die betroffenen Bundesbrüder, soweit sie nicht aus eigenen Mitteln siedeln können, in ihrer schwierigen Situation nach Möglichkeit zu helfen. Das Ressort für landwirtschaftliche Siedlung innerhalb des Präsidiums plant in absehbarer Zeit eine Tagung der Bundesbrüder, die sich in der Landwirtschaft befinden. Es hat sich herausgestellt, daß doch über 100 Bundesbrüder in irgendeiner Form mit der Landwirtschaft verbunden sind. Wenn auch sicherlich die Interessengebiete nicht völlig identisch bei allen Bundesbrüdern sind und in manchen Problemen sich Differenzen zeigen werden, so soll doch der Versuch gemacht werden, mit Hilfe der Gesamtheit den einzelnen zu fördern und die Möglichkeiten seiner Ausbildung und der Intensivierung seiner Wirtschaft zu zeigen, und auch allen gemeinsame Probleme einer Klärung zuzuführen. Im Vordergrund des Interesses dieser Gruppe wird zweifellos die Frage der jüdischen Arbeit stehen müssen, die ja in letzter Zeit ein Politikum höchsten Grades geworden ist, in der Stellung zu nehmen auch das K.J.V. verpflichtet sein wird. Auf dem Gebiet der städtischen handwerklichen Umschichtung wurde versucht, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Instanzen des Jishuw den Bundesbrüdern Möglichkeiten zu verschaffen; doch wurde von dieser Möglichkeit wenig Gebrauch gemacht, sei es, daß die Bundesbrüder von sich aus Lehrstellen gefunden hatten, sei es, daß sie als Schwarzarbeiter innerhalb der 166

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