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Der jüdische Wille · 1934-11-01 · Heft 5 (November 1934) · page 39

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 5 (November 1934)
Date
1934-11-01
Page
– (sequence 39)
Language
German
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entschieden; Die letzte der Berliner Verbindungen, die Maccabaea hat, soviel ich weiß, überhaupt keine Beschlüsse gefaßt. Das deutsche Kartell hat seine Stellung klar präzisiert. Bundesbruder Karger in Erez Israel knt in einem aufschlußreichen, ausführlichen Brief dargelegt, warum er in den Tel-Aviver Beschlüssen, eine Verleugnung des KJV.er Gedankens erblickt. Er, der der Histadruth nahesteht, ist deshab aus em Landesverband ausgeschieden. In dem Stadium einer beginnenden Befriedung in Erez Israel ist die Haltung des dortigen Landesverbandes völlig unbegreiflich. Jedenfalls bin ich überzeugt, daß das deutsche K. J. V. nicht bereit ist, sich zu einer bloßen, zur völligen Wirkungslosigkeit verurteilten Partei herabdrücken zu lassen. Ich jedenfalls meine, daß wir weiter ein Bund sein wollen, in dem Menschen aller zionistischen Richtungen leben und sich aussprechen können. Stätte innerzionistischer Auseinandersetzung zu sein, heute vielleicht die einzige Stätte, war immer einer der Grundpfeiler des K. J. V. und hat immer wieder seine manchmal angezweifelte Existenzberechtigung mit unter Beweis gestellt. Die Mitte November stattfindende Tagung wird sich wieder zur Tradition und zum wahren Smn des Kartells bekennen, denn nur, wenn das K. J. V. seiner Tradition treu bleibt wird es überhaupt bleiben. Mit bundesbrüderlichem Gruß Ernst Hamburger. Bericht des alten Präsidiums des Landesverbandes Erez Israel Nachdem die beiden im Jahre 1933 stattgefundenen Tagungen des K.J.V. in Erez Israel sich fast einstimmig für die Aufrechterhaltung und Weiterarbeit des Kartells in Palästina entschieden hatten, war es die Aufgabe des auf diesen Tagungen gewählten Präsidiums, die Arbeiten, die vor ihm standen, in Angriff zu nehmen. Dies war dadurch erschwert, daß einmal dem neuen Präsidium kein irgendwie funktionierender Apparat für die organisatorische Inangriffnahme und Bewältigung dieser Arbeiten zur Verfügung stand, es vielmehr erst von Grund auf die Bedingungen für eine einigermaßen funktionierende Organisation schaffen mußte, andererseits infolge der großen Alijah der Bundesbrüder und deren dauernder Fluktuation im Lande die Schwierigkeit der Materialsammlung fast im ganzen ersten halben Jahr der Arbeit eine auch nur lose Erfassung vorerst unmöglich machte. Hinzu kam, daß keinerlei finanzielle Mittel dem Präsidium zur Verfügung standen, um ein auch nur den kleinsten Ansprüchen genügendes Büro ins Leben zu rufen und den Kontakt mit den Bundesbrüdern aufzunehmen. Jedem, der mit den Verhältnissen im Lande vertraut ist, wird es klar sein, daß diese Schwierigkeiten nicht in kurzer Zeit zu überwinden waren, sondern daß es einer langen Zeit bedurfte, um das K.J.V. hier organisatorisch einigermaßen zu fundieren. Im Laufe der Berichtszeit wurde aber bald an eine Organisierung der Bundesbrüder in den einzelnen Städten herangegangen, indem in Jerusalem und Haifa sich Ortsgruppen konstituierten, die — wenn auch zögernd — eine regelmäßige Arbeit aufnahmen. Die Arbeit in diesen Städten war deswegen leichter, weil einmal die räumlichen Entfernungen nicht so groß waren, andererseits auch die Zahl der Bundesbrüder sich in einem Rahmen bewegte, der ihre Erfassung erleichterte. In T e 1 - A v i v dagegen bestand von vornherein das von Berlin bekannte „Großstadtproblem", da hier etwa 200 bis 163

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