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Der jüdische Wille · 1934-11-01 · Heft 5 (November 1934) · page 27

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 5 (November 1934)
Date
1934-11-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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unterzeichnet sei von Männern, die nicht einen Schatten von Autorität besäßen und in den Augen der jüdischen Massen keine Spur von Prestige hätten. Und dann heißt es in demselben Artikel mit der ganzen Frechheit, die viel von dem revolutionären Pathos des Revisionismus ausmacht; „Die in Prag gewählte Exekutive repräsentiert nur diejenigen, die sie gewählt hat." Als die Wiener Revisionistenkonferenz gegenüber dem Beschluß des AC, der erneut festgestellt hatte, daß alle Mitglieder der Zionistischen Weltorganisation das Primat ihrer disziplinären Oberhoheit anerkennen müßten, genau das Gegenteil als das Gesetz des Revisionismus proklamiert hatte, stellt das Kongreßehrengericht in einem ausführlichen und begründeten Urteil unter dem Vorsitz von Gronemann fest: „Es handelt sich hier nicht um Verstöße einzelner asozialer oder im Zionismus nicht gefestigter Personen. Es handelt sich um den Vorstoß der revisionistischen Gesamtheit." Auf der letzten Sitzung des AC. in Jerusalem verlas die revisionistische Fraktion eine Erklärung, in der es schlicht und einfach hieß: nWir gehen unseren eigenen Weg und werden die nationale politische Aktion über die Köpfe der Beamtenschaft (Exekutive) führen, die keine Richtung und kein Talent hat. Wir sprechen der offiziellen Beamtenschaft (Exekutive) jedes Recht ab, sich vor der Außenwelt als Repräsentanten des Volkes zu gebärden." Zweifelst Du noch daran, daß es sich nach alledem um eine planmäßige Aktion zur Zerstörung der Zionistischen Organisation handelt? Wenn Du objektiv und gerecht bist, so wirst Du nicht zweifeln können, daß man die Zionistische Organisation nicht bloß durch asoziales, sondern durch unmoralisches Verhalten attackiert, durch den planmäßigen Terror, der in der Verwendung von Lügen und Verleumdungen liegt, soweit er sich nicht direkt in physischen Gewalttaten äußert, wie beispielsweise in der Büchsenstürmerei, in der Störung von Versammlungen, in dem Ueberfall auf Ben Gurion bei seiner Propagandaarbeit in Polen, in dem Ueberfall auf das Warschauer Palästina-Amt oder auf dessen Leiter Neustadt, den eine revisionistische Jugend, die sich auch dort „Biryonim" nennt, auf offene Straße überfallen und niedergeschlagen hat. Dennoch verlohnt es sich, noch ein Wort über diese Methodik der Zerstörungsarbeit zu sagen. Ihre Philosophie offenbart sich am besten in ,der Biryonim-Literatur. Man kann legitimerweise auf diese Literatur verweisen, weil hier in vergröberten und daher umso deutlicheren Linien das Gesamtbild klar wird, und weil sich in ihr in extremer Zuspitzung die Anschauung und Geisteshaltung offenbart, die Gemeingut der ganzen revisionistischen Bewegung ist. Es ist richtig, nicht die revisionistische Bewegung als solche bekennt sich zum politischen Mord, wie diese Gruppe „halb verrückter Anarchisten", um Lichtheim zu zitieren. Aber die Philosophie der Biryonim-Bewegung, die in dem Satze gipfelt, daß zur Erreichung des Zieles jedes und auch jedes unmoralische Mittel recht ist, ist das politische Bekenntnis des ganzen Revisionismus, schon frühzeitig von Jabotinsky verkündet, wenn er sagte, daß er bereit sei, sich mit dem Teufel zu verbünden, um des Zionismus willen. Uri Zwi Grünberg schreibt einmal an Yewin: „Chasit Haam" bewährt sich gut in der Propaganda, und das ist die Hauptsache. Es kommt darauf an, die Angelegenheiten aufzubauschen. Schreierische Ueberschriften „Worüber und in wessen Namen sprach Arlosoroff mit Abbas Hilmi? Man muß schreiben: „Man betrügt Euch, Juden, und stellt 151

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