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Der jüdische Wille · 1934-11-01 · Heft 5 (November 1934) · page 16

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 5 (November 1934)
Date
1934-11-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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bestand ferner aus unpolitischen Menschen, die im Grunde unseren Darlegungen nicht glaubten, die meinten, daß wir aus Unduldsamkeit, Parteilichkeit oder gar persönlichen Motiven die Gegensätze künstlich aufbauschten und damit die Grundlage des alten K, J, V., den Begriff der Bundesbrüderlichkeit, böswillig zerstörten. Um sie ging eigentlich er Kampf; sie sollten dem Kartell erhalten bleiben. Es ist nur in ein paar vereinzelten Fällen gelungen. Wir bedauern ihr Ausscheiden tief. Aber es bleibt uns die Hoffnung, daß sie doch eines Tages entdecken, daß sie nicht, wie sie annehmen, ein politisiertes Kartell mit einer überparteilichen Gruppe, sondern im Gegenteil ein Kartell, das von der Mapai bis zur Rechtsgrenze geht, an der der Revisionismus beginnt, mit einem politisch viel einseitigeren, scharf rechtsbürgerlichen Kurs vertauscht haben. Kurz nach dem Kartelltag erging an einen Teil der Bundesbrüder ein gedrucktes Rundschreiben, das von Zlocisti, Loewenberg, Lichtheim, Treu und Schoen unterzeichnet war (wobei übrigens Treu von diesem Rundschreiben vorher nichts wußte). (Siehe Seite 158.) Wir haben darauf sofort eingehend reagiert und wollen in diesem Rahmen nur noch folgendes festhalten: Das Rundschreiben beginnt mit folgenden Sätzen: „Der erste auf Grund von Wahlen zustande gekommene Kartelltag des Landesverbandes Erez Israel des K. J. V. hat damit geendet, daß mit einfacher Mehrheit ein Antrag Blumenfeld angenommen worden ist, wonach die Zugehörigkeit zur revisionistischen Partei unvereinbar ist mit. der Zugehörigkeit zum K. J. V. Die Minderheit hat den Standpunkt vertreten, daß ein derartiger Beschluß eine Statutenänderung darstellt und daher satzungsgemäß der Zweidrittel-Mehrheit bedürfe. Die Mehrheit hat sich diesem Standpunkt nicht angeschlossen, den gefaßten Beschluß vielmehr für rechtsgültig erklärt. Daraufhin haben sich die Delegierten der Liste Zlocisti—Biram—Lichtheim genötigt gesehen, eine Erklärung des Inhalts abzugeben, daß sie in der Maßnahme der Mehrheit einen Rechtsbruch erblicken und außerstande seien, weiterhin dem Landesverband Erez Israel des K. J. V. anzugehören." Das Rundschreiben geht also über das eigentliche Thema des Kartelltages, auf Grund dessen gewählt worden war, und um das alle Debatten ausschließlich gingen, nämlich um Aufrechterhaltung oder Aufhebung der bereits im Oktober 1933 gefaßten Beschlüsse, stillschweigend hinweg. Es hält sich dagegen an den Antrag Blumenfeld, den wir zwar für rechtmäßig angenommen halten, der aber nach Bestätigung der Oktoberbeschlüsse praktisch unerheblich ist, und stellt den Hergang fälschlich so dar, als ob die Austrittserklärungen auf Grund dieses ursprünglich nicht vorausgesehenen Antrages erfolgt wären, während tatsächlich die Liste der Austritte schon für den vorausgesehenen Fall der Ablehnung des Aufhebungsantrages fertiggestellt war, also auch ohne den Antrag Blumenfeld vorgelegt worden wäre. Wir werden hier also vor Bundesbrüdern, die zum großen Teil nicht auf dem Kartelltag waren und also den Hergang nicht kennen, nicht als Menschen anderer Auffassung hingestellt, die zu bekämpfen natürlich ein Recht besteht, sondern als Rechtsbrecher, die man diffamieren muß. Es liegt hier eine grobe Entstellung des tatsächlichen Sachverhaltes vor. Folgende Bundesbrüder erklärten auf dem Kartelltag oder danach ihre'n Austritt: Paul Arnsberg Martin Ascher Eduard Asrican Bernhard Bamberger John Berlowitz Arthur Biram Bruno Casparius Juda Cegla Karl David Ernst Davidson Leopold Drey 140

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