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Der jüdische Wille · 1934-11-01 · Heft 5 (November 1934) · page 15

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 5 (November 1934)
Date
1934-11-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Jerusalem: Tel-Aviv: Heinz Hermann Paul Jacobi Walter Czapski Irvin Fischer Ernst Boehm Sigmar Ginsburg Max Hirsch Siegfried Kanowitz. Fritz Loewenstein Julius Rosenfeld. Haifa: Bruno Nathan Fritz Peyser. Soweit der äußere Hergang des K, T. Die sachliche Stellungnahme erfolgte von unserer Seite unter zwei Gesichtspunkten. Das Präsidium, vertreten durch Rosenblüth, suchte den Beweis für die unmoralischen Kampfmethoden des Revisionismus und ihre Unvereinbarkeit mit der politisch-moralischen Haltung, die von K.J.V.ern zu verlangen sei, anzutreten. Rosenblüth hat seine Auffassung und das Material, auf das er sich stützt, unmittelbar nach dem K, T, in einem Brief an unsern ehemaligen Bbr. Walter Steinitz schriftlich niedergelegt. Wir veröffentlichen diesen Brief im folgenden. Der andere Gesichtspunkt wurde von Bbr. Krojanker vertreten. Er fragte nach der Aufgabe des K. J. V. in Erez Israel überhaupt, und er fand sie in einer politischen Bewährungsgemeinschaft. (Einiges aus seinem Referat findet sich in dem abgedruckten Auszug des Briefes des Palästina-Präsidiums vom 31. August. Die Redaktion.) Die Gegenseite wurde von Lichtheim geführt. Seine Haltung war überraschend. Er hat sich mit Krojankers Ausführungen, die er nur in unwesentlichen Punkten angriff, beinahe gedeckt. Und er hat Rosenblüths Thesen sogar ausdrücklich unterstrichen. Er hat von sich aus betont: 1, daß die Zerstörungstendenzen des Revisionismus immer stärker hervortreten; 2, daß seine Kampfmethoden höchst unerfreulich sind; 3. daß im palästinensischen R. die Achimeir- Gruppe führend ist; 4. daß Jabotinsky von den Revisionisten als von einer anderen Rasse spricht. Und zur Entschuldigung dieser auch von uns nicht anders vorgebrachten Anklagen führte er erstens an, daß die Desperadostimmung einer Opposition milder beurteilt werden müsse, und verglich zweitens die revisionistische Zerstörungsarbeit mit jlerJümfoxnj.ung„.der Organisation, die Weizmann durch Begründung der Jewish Agency vorgenommen habe. Seine äußerst weitgehende Uebereinstimmung mit beiden, nämlich sowohl mit Krojankers politischer Grundhaltung wie mit Rosenblüths Anklagen, abgemildert nur durch schwache Gegenargumente, macht seine Haltung sachlich unverständlich. Man kann eigentlich den entscheidenden Gegensatz zwischen dem R. und uns nur dann durch Bundesbrüderlichkeit überdecken wollen, wenn man ihn in einem anderen Licht sieht als wir. Aber wer Krojankers Ausführungen über unsere gemeinsame politische Herkunft anerkennt und dabei zugibt, daß der Revisionismus im Gegensatz hierzu steht, und wer Rosenblüths Anklagen sogar noch unterstreicht, wie kann der sich eigentlich — noch : dazu ohne einen Vermittlungsantrag — für die Aufhebung von Beschlüssen einsetzen, deren einfache Aufhebung doch sogar eine ausdrückliche Billigung des ehemals Verdammten bedeutet hätte? Die übrigen Bbr. Bbr. der Opposition bestanden zu einem Teil aus politisch rechts stehenden Menschen, die gefühlsmäßig reagiert haben. Sie stehen, ohne Revisionisten zu sein, dem Revisionismus nahe und fühlten in dem Ausschluß der Revisionisten einen Angriff gegen sich selbst. Das war eine durchaus irrige Annahme, soweit sie sich auf ihre rechtsbürgerliche Haltung an sich bezieht; es war eine richtige Annahme, soweit mit ihr eine Deckung des revisionistischen Vorgehens verbunden ist. Die Opposition 139

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