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Der jüdische Wille · 1934-05-01 · Heft 3 (Mai 1934) · page 10

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 3 (Mai 1934)
Date
1934-05-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Zur Frontbundfrage Von Willy Jacobsohn, Das Präsidium hat in seiner Sitzung vom 19. 3. 34 beschlossen: Die Mitgliedschaft zum RJF ist mit der Zugehörigkeit zum KJV unvereinbar. Von einer großen Zahl von Bundesbrüdern ist es freudig begrüßt worden, daß das Präsidium durch besonderen Beschluß jetzt festgestellt hat, daß ein KJVer nicht mehr Mitglied im RJF sein kann. Wenn schon seit langer Zeit in zionistischen Kreisen erkannt war, daß der RJF sich immer mehr und mehr zum aktivsten Mittelpunkt der neuen Assimilationsbestrebungen entwickelte, so haben die letzten Ereignisse diese Tendenz besonders deutlich hervortreten lassen. Die Sammelnummer des „Schild", der Zeitschrift des RJF, in der sämtliche sogenannten deutsch-jüdischen Jugendgruppen zu Worte kommen, hat deutlich gezeigt, daß der RJF besondere Anstrengungen macht, nicht nur die Sportjugend einzugliedern, sondern darüber hinaus ein Sammelbecken für die gesamte antizionistische Jugend zu werden. Eine Zeitlang glaubten viele Zionisten, auch nach dem politischen Umschwung noch im RJF bleiben zu müssen, um dort vielleicht von innen heraus auf die Leitung des R3F Einfluß nehmen zu können. Alle diese Versuche sind aber restlos gescheitert. Die Leitung des RJF hat wiederholt eindeutig erklärt, daß der RJF. in seiner politischen Linie festgelegt und mit zionistischen Anschauungen unvereinbar sei. Mit dieser Begründung ist z. B. auch vor einiger Zeit die Aufnahme eines Artikels eines Bundesbruders in den Schild abgelehnt worden. Dabei hatte dieser Artikel nicht etwa irgendeinen zionistischen Inhalt, sondern betonte lediglich, daß der RJF als die Vereinigung der Frontkämpfer eine Reihe konkreter Aufgaben heute zu erfüllen habe, und daß er deshalb in sich alle jüdischen Richtungen vereinen müsse. Die schon früher veröffentlichte Stellungnahme einer Reihe von RJF- Gruppen zum Hechaluz und eine Reihe anderer Verlautbarungen haben gezeigt, daß der RJF den Zionismus systematisch bekämpft. Ein KJVer kann daher einem solchen Bunde nicht angehören. Die deutliche Scheidung, auch organisatorischer Art, von einer solchen jüdischen Gruppe ist heute unbedingte Notwendigkeit Auch hier muß das KJV gemäß seiner Tradition in offenem Kampfe mit dem jüdischen Gegner für den Zionismus eintreten. Bericht des Präsidiums Altherrenarbeit. Die ersten drei Monate des neuen Kartelljahres standen noch unter dem Zeichen fortdauernden Wechsels in der Zahl, dem Wohnsitz, den beruflichen und wirtschaftlichen Verhältnissen der Bundesbrüder, und zwar keineswegs nur der noch hier verbliebenen Jüngeren, sondern auch der Alten Herren. Dementsprechend hat auch der Neubeginn der Altherrenarbeit noch nicht zu 83

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