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Der jüdische Wille · 1934-03-01 · Heft 2 (März 1934) · page 17

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 2 (März 1934)
Date
1934-03-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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zu gliedern, mit dem Ziel, lebensfähige Unterverbände zu schaffen« in die ein jeder eingeordnet werden soll. In Berlin werden zu diesem Zweck die sechs Altherrenbünde (der Hasmonäea, Maccabaea, Kadimah, Ruder V.J.St., Sport V.J.St.-Avukah, Rosenkranzbund) mit aktivierten Leitungen auf Mitgliederzahl von 40—50 Bundesbrüdern gebracht« im Reich werden Bezirksverbände zusammengefaßt, bzw. aufgehoben oder neugeschaffen. Die Arbeit eines Berufs- und Wirtschaftsressorts zeigt sich täglich durch Nächfragen und Angebote (!) als nützlich und notwendig, da die berufliche Ümschichtung auch innerhalb nichthandwerklicher Berufe noch keineswegs zum Abschluß gelangt ist. Es sollen in einer Reihe von Ausspracheabenden, mit denen Anfang März begonnen wird, alle die Fragen, die mit unserer Stellung innerhalb des deutschen Judentums zusammenhängen, zu einer größeren Klarheit als sie zur Zeit herrscht, gebracht werden. Es ist daran gedacht, durch die Aufnahme einer Reisetätigkeit und von Veranstaltungen der Bezirksverbände diese Aussprachen auch im Reiche aufzunehmen bzw. fortzusetzen. Gelingt es, die neuformierten KJV-Gruppen wieder zu lebendigen Gebilden zu machen, so soll sowohl dem einzelnen wie auch den.Verbänden, z. B. den Berliner Altherrenbünden, eine bestimmte jüdische Arbeitsaufgabe übertragen werden. Erst wenn diese Belebung und Aktivierung gewissermaßen der vorhandenen K JV-„Restbestände" in Gang gebracht ist, wird die Zeit für die Aufnahme einer eigentlichen KJV-Jugendarbeit gekommen sein. Natürlich wird die Betätigung zahlreicher einzelner KJVer in jeder Form von zionistischer Jugendarbeit unverändert weiter geschehen und, soweit möglich, gefördert werden. Auch sollen inzwischen, namentlich in Berlin, die Kreise der jüngeren Bundesbrüder in geeigneter Weise zusammengefaßt werden, damit so ihre Eingliederung in die Kartellorganisationen vorbereitet werden kann. Die vom Kartelltag beschlossene Jugendtagung wird erst nach gründlicher Vorbereitung — etwa Ende April — stattfinden. Zum 60. Geburtstag von Bundesbruder Theodor Zlozisti Von Arnold Kutzinski (Königsberg). Wer Zlozistis Lebensgang seit seiner Jugend verfolgt hat, wer ihm so vieles verdankt wie ich, den er als Junge in die zionistische Ideenwelt eingeführt hat, fühlt sich gedrängt, einiges über den Menschen und seinen Wert zu sagen. Es soll nichts Abschließendes sein; nur ein Versuch, seine Bedeutung zu zeigen. Zlozisti hat in sich die Vorzüge des Ostjuden mit denen der westlichen Kultur harmonisch vereinigt. Er besitzt jene Mischung von jüdischem Wirklichkeitssinn und Phantasie, von Nüchternheit und Hingebung, von Skepsis und Mystik, wie wir sie als Resultante ost-westlicher Bindung zuweilen finden* Seine Findigkeit und sein Fingerspitzengefühl für das, was die Stunde verlangt, auf der einen Seite, Hingebung und Unbedingtheit auf der anderen, geben seinem Wesen ein besonderes Gepräge. Nichts gab es, das ihn nicht interessierte, und was er sich nicht mit überraschender Schnelligkeit der Auffassung anzueignen wußte. Aber alles das was er sich spielend erwarb» lagerte nur in der Peripherie seiner Seele« Zentral war ihm der Zionsgedanke und die Zionssehnsucht, wie sie ihm von 58

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