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Der jüdische Wille · 1934-03-01 · Heft 2 (März 1934) · page 14

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 2 (März 1934)
Date
1934-03-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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deutscher Juden in Palästina, herbeizuführen. Zu diesem Zwecke beschließt der Kartelltag a) es wird eine Wirtschaftskommission aus einigen Bundesbrüdern gebildet. b) Es wird in Berlin ein Referat für Wirtschaftsfragen eingerichtet, an das alle Bundesbrüder sich mit Fragen und Anträgen wenden können. Die Wirtschaftskommission soll das Referat mit einem geeigneten Bundesbruder besetzen. c) Die Kartellorganisationen haben besondere Berufsressorts zu bilden, die der Wirtschaftskommission unterstehen, und die mit dem zentral einzurichtenden Referat eng zusammenarbeiten sollen. Neuwahl des Präsidiums: Entsprechend dem Vorschlag des bisherigen Präsidiums wurden — unter Ergänzung durch Walter Blumenthal — ins neue Präsidium gewählt; Salli Hirsch: Präside Kurt Tuchler: Vizepräside. Weitere Mitglieder: Konrad Jacoby Georg Hirsch Hans Sternberg Willy Jacobsohn Walter Blumenthal. Salli Hirsch dankte dem bisherigen Präsidium, insbesondere Paul Hirsch und Heinz Levinsohn für die geleistete Arbeit. Um 20 Uhr wurde der Kartelltag mit dem gemeinsamen Gesang der Hatikwah geschlossen. Vom 14. Kartelltag Von Kurt Tuchler, Berlin. Also, es hat doch ein Kartelltag stattgefunden! Ueber 50 Delegierte waren erschienen, diesmal, nach Auflösung der Verbindungen, nur von den Bezirksverbänden und Altherrenbünden gewählt, doch unter gerechter Berücksichtigung derjenigen, die nicht Alte Herren sind, insbesondere auch der in der Berufsumschichtung befindlichen jungen Bundesbrüder. Die Berliner Bundesbrüder besuchten den Kartelltag in erfreulicher Zahl, wenn auch mit gewohnter Unpünktlichkeit. Es war alles so wie früher — und doch alles anders. Die große Zahl der nach Palästina Ausgewanderten verursachte gewaltige auf Schritt und Tritt, bei Rede und Gegenrede spürbare, wenn auch freudigst begrüßte Lücken. Der Zustand, daß jeder einzelne persönlich aufs engste mit dem Aufbau verbunden sei, noch auf dem vorigen Kartelltag ein Wunsch, dieser Zustand ist diesmal bereits unbestreitbare Wirklichkeit geworden. Zahlreiche Briefe von den Bundesbrüdern drüben, oft vervielfältigt, machten die Runde, insbesondere fand die Botschaft, die 76 palästinensische Bundesbrüder an den hiesigen Kartelltag gerichtet hatten, große Beachtung. Leider war kein dem starken persönlichen Aussprachebedürfnis entsprechender Rahmen für ein Zusammensein außerhalb der Geschäftssitzungen geschaffen worden. So zerflatterte am ersten wie am zweiten Abend nach 55

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