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Der jüdische Wille · 1934-03-01 · Heft 2 (März 1934) · page 11

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 2 (März 1934)
Date
1934-03-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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neue Schichtung Konflikte schafft, die das KJV nicht wird aasgleichen können, weil die neue Umgebung ausschlaggebend sein wird. Die Zukunft des Kartells wird nur in Palästina liegen, da dort neue Aufgaben vorhanden sind. In Deutschland gibt es keinen Nachwuchs, da die Jugend in andere Organisationen geht. Die Forderung, im Hechaluz mitzuarbeiten, ist richtig. Dazu gehört die Einordnung in die neue Organisation. Die Bundesbrüder im Hechaluz werden dem KJV zum großen Teil verlorengehen. Alles dieses berechtigt nicht zur Aufrechterhaltung der heutigen Kartellform in Deutschland. Hier sollte ein Bezirksverband gebildet werden. Das Zentrum des Kartells sollte in Palästina sein. Die Existenz eines Kartells in Deutschland und eines Kartells in Palästina wird zur Spaltung des KJV führen. Walter Mindus hat den Eindruck, daß KJV-Patriotismus entscheidend für die Forderung der Weiterexistenz ist, obgleich immer wieder das Gegenteil betont wird. Das KJV als Organisation des Galuthzionismus ist abzulehnen. Früher gab es die Diskussion über Innen- und Außenarbeit. Eine Innenarbeit ist nur möglich bei Vorhandensein von Nachwuchs. Dieser wird aber von anderen Organisationen aufgenommen. Da das KJV keine Hachscharahorganisation ist und eine neue neben den bestehenden nicht erforderlich ist, hat es als KJV keine Position hier ausjrufüllen. Dagegen hat das Präsidium die Aufgabe, die zionistische Arbeit der Bundesbrüder zu kontrollieren. Es ist dabei eine Forderung der Neutralität, die Art der Arbeit nicht festzulegen. Das KJV ist als Bund geeignet, für die Bundesbrüder eine zionistische Heimat und das Forum für die Aussprache von Zweifeln zu sein. Als Organir sation ist das KJV notwendigerweise eine aussterbende Organisation. Erwin Meyer (Berlin) befürwortet die Einheit und Neutralität des Kartells und tritt für Mitarbeit der Alten Herren an der seiner Ansicht nach wichtigen Gemeindearbeit als Galuthlexstung ein. Das Schlußwort hält Bbr. Salli Hirsch: Alfred Schwarz hat mit Recht den Teil meines Referates, der sich mit der Jugend- und Nachwuchsfrage beschäftigte, als schwachen Punkt bezeichnet. Dieser Schwäche war ich mir bewußt und hatte gehofft, daß die Diskussionen hier einsetzen und neue Gesichtspunkte bringen würden. Leider ist dies nicht geschehen. Es lohnt sich nicht, auf sonstige Einzelheiten der Diskussionen einzugehen. Vielmehr möchte ich nur zwei grundsätzliche Fragen berühren: die Frage der sogenannten Neutralität und Ueberparteilichkeit und die Frage des Verhältnisses zum Hechaluz. Das Wort Neutralität habe ich in meinem Referate nicht gebraucht, weil es mißverständlich ist. Das Wort Ueberparteilichkeit ist vielleicht ebenso mißverständlich. Die Neutralität und die Ueberparteilichkeit des KJV hat immer darin bestanden, daß es Zionisten aller Richtungen umfaßte und den Bundesbrüdern aller Richtungen die Möglichkeit gab, für die Durchsetzung ihrer Auffassung innerhalb des Kartells zu wirken. Das KJV war aber immer ein Erziehungsbund und hat deswegen immer ein zionistisches Bildungsideal aufgestellt. Es ging auch früher immer der Kampf um dieses Bildungsideal des KJV und um eine gewisse geistige Haltung, die von den KJVern verlangt wurde. Das Präsidium, das die^ Leitung des KJV hatte, war nie bloßer Verwaltungsapparat, sondern »

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