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Der jüdische Wille · 1934-03-01 · Heft 2 (März 1934) · page 10

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 2 (März 1934)
Date
1934-03-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Zusammenschluß von vielen hunderten von Bundesbrüdern besteht, die sich innerlich einander verbunden fühlen und in ihrer zionistischen Grundhaltung im wesentlichen einheitlich gesinnt sind« Welche Aufgaben das KJV künftig in Deutschland zu leisten haben wird, ist ungewiß« Jedenfalls dürften außer der zu fördernden Umschichtung der nach Erez-Israel auswandernden Bundesbrüder auch künftighin noch wesentlich Galuthaufgaben in Deutschland zu erfüllen sein, Vorbedingung für die weitere Arbeit ist die unbedingte Einhaltung der Neutralität innerhalb der zionistischen Bewegung, damit gerade etwaige Exponenten der verschiedenen zionistischen Richtungen, soweit sie KJVer sind, gemeinsam im KJV tätig sein können. Demgemäß ist es nicht angängig, die Mitarbeit im Hechaluz, dessen Wert durchaus anerkannt wird, in irgendeiner Form den Bundesbrüdern zu empfehlen, solange der Hechaluz seine Reihen einem Teil der Bundesbrüder verschließt. Bezüglich der Ehrenratsordnung ist der Kartelltag nicht befugt, die Sonderrechte der Kadimah aufzuheben. Günther Saul (Berlin): Das Präsidium müßte sich, um die Bundesbrüder im Hechaluz und um den Hechaluz kümmern. Der Kartelltag soll diese Arbeit billigen, es ist verständlich, wenn Bundesbrüder nicht in den Hechaluz gehen. Durch das bloße Wort Hechaluz aber kann sich niemand beleidigt fühlen. Die Frage der Weiterexistenz des KJV kann nur unter dem Gesichtspunkt des zionistischen Gesamtinteresses betrachtet werden. In dieser Hinsicht hat das KJV in zwei Richtungen Bedeutung. Zunächst ist eine zusammenarbeitende und zusammenlebende Gruppe von Zionisten ein Kraftzentrum — Zionisten brauchen eine solche Gemeinschaft, um aus ihr Anregung für ihre zionistische Arbeit zu erhalten —, und dann stehen die Bundesbrüder unter der Disziplin des KJV, wodurch sie stets zu zionistischer Arbeit gebracht werden können. Aus den angeführten Gründen ist eine Fortexistenz des KJV von Bedeutung. Die Frage ist nun, ob wir neue KJVer werben sollen. Dabei muß betont werden, daß eine Mitgliedschaft zum KJV nur dann einen Sinn hat» wenn sie Zugehörigkeit zu einer zusammenlebenden und zusammenarbeitenden Gruppe bedeutet. Eine rein formale Mitgliedschaft ist sinnlos. Daher glaubt das Präsidium auch zu Unrecht, aus den Berliner Junggruppen Nachwuchs für das KJV gewinnen zu können, denn die Mitglieder der Junggruppen haben keine Beziehung zum KJV. Ihnen bietet die Mitgliedschaft zum KJV nichts, und sie ist für das Kartell wertlos. Wenn aber die Verhältnisse so sind, wie es in Breslau zu sein scheint, hat auch die Gewinnung von Nachwuchs Bedeutung. Die Fortsetzung des KJV hat so zu erfolgen, daß anstelle der Einteilung in Aktive, Alte Herren usw. eine rein regionale Einteilung tritt. Die Frage des Nachwuchses muß der organischen Entwicklung überlassen werden. Iwan Meyer (Berlin) verlangt, daß das KJV als Instrument erhalten bleibt. Die Organisationsform allein ist jedoch unwesentlich ohne Inhalt. Der Inhalt wird dem KJV durch Rückkehr zum Grundsatz der Bundesbrüder« lichkeit gegeben. Dieser Grundsatz fand leider in der letzten Zeit, besonders in Palästina, keine Beachtung. Das muß in der Zukunft geändert werden. Die Ansicht von Bbr. Salli Hirsch, daß das KJV heute kein festes Programm für die nächste Zeit brauche, sei unverständlich. Oskar Theodor (Palästina): Eine Neutralität war im KJV vielleicht früher möglich» Heute ist sie in Palästina unmöglich, da die dort vorhandene St

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