Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- Heft 2 (März 1934)
- Date
- 1934-03-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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in (der Revisionistenfrage eine sachliche Stellungnahme zu dem Tel-Aviver* Beschluß nicht enthalte/ Das Kartelltagspräsidium hält eine nochmalige Be* handlung der Angelegenheit nicht für erforderlich, da der angenommene Beschluß unmißverständlich sei. * » HubertPollack (Berlin) stellt fest, daß der am Vormittag gefaßte Be*> sohluß, die Revisionistenbeschlüsse im Plenum nicht zu diskutieren, nicht so verstanden werden darf, daß die Resolutionskommission diesen Beschluß nicht in irgend einem materiellen. Sinn interpretieren dürfe. Er verwahrt sich gegen den Versuch, die Beschlüsse des palästinensichen Kartelltages dadurch moralisch zu rechtfertigen, daß man sagt, diese Beschlüsse entsprächen dem alten KJV-Grundsatz des Kampfes gegen niveauloses und unzionistisches Verhalten. Auf Antrag von Justus Schloß wird die Botschaft der 75 palästinensischen Bundesbrüder verlesen. Siegfried Zadik (Breslau): Zadik hält Entscheidungen des Kartelltages ohne Feststellung der Verpflichtung zur Weiterarbeit für unwesentlich. Die Einheit des Kartells muß nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Alten Herren gesehen werden. Es gibt keine Weiterexistenz ohne einheitliche Neufor* mierungen des jungen Kartells. Die organisatorische Grundbedingung ist das Aufhören historischer Gegensätze. Es gibt nur Berücksichtigungen regio-« naler Gesichtspunkte in Berlin, im Reich sind einheitliche Gruppen zu bilden« Ideologische Grundbedingung ist innerzionistische Neutralität. Daher wird eine Empfehlung, in zionistisch einseitige Organisationen einzutreten, wie sie der Hechaluz jetzt darstellt, abgelehnt, aber auch der Versuch, Bundesbrüdern wegen ihrer Zugehörigkeit zu irgendeiner Organisation Schwierigkeiten zu machen. Die alte Kartellauf gäbe soll wieder übernommen werden, nämlich erstens, das Kartell wieder zu einer überparteilichen Plattform der Auseinandersetzung im Zionismus zu machen, und zweitens Arbeitsgruppen der ZVfD und der Ortsgruppen darzustellen. Eine neue Aufgabe ist die systematische Ausbildung von jungen Menschen für die Arbeit in den zionistischen Jugendbünden. Die Keilarbeit soll unter Vermeidung von Massenaufnahmen fortgeführt werden. Es sollen weiter Schülergruppen gebildet werden, da man in ihnen bei etwa 14—19 jährigen Menschen noch längere Zeit vor der beginnenden Hach? scharah eine Erziehungsmöglichkeit hat. Als Beispiel für diese neue Form der Arbeit führt Zadik die Junggruppe Niederschlesien an. Der Gegensatz zwischen den Verbindungen Hasmonaea und Zephirah hat aufgehört. Alle Jüngeren sind einheitlich erfaßt. Eine Schülergruppe Ivria, die organisatorisch außerhalb des KJV steht, arbeitet in engem Zusammenhang mit der Junggruppe, die zionistische Ausbildung wird durch KJV er vorgenommen. Es wird in der Schülergruppe systematisch in Kursen über jüdische Geschichte gearbeitet, außerdem bestehen freiwillige Arbeitsgemeinschaften und es finden Arbeitsvorträge mit größerem Gästekreis statt. In der Junggruppe werden in den ersten zwei Jahren ein zionistischer Geschichtskurs sowie Palästinakurse gegeben, weiter wird mit den älteren zusammengearbeitet, für die freiwillige Arbeitsgemeinschaften bestehen, 14 tägige Kursvorträge gehalten werden und auch Veranstaltungen zur bundesbrüderlichen Zusammenfassung stattfinden. Konrad Jacoby: Die Frage der Zukunft und des Nachwuchses des KJV kann nur im Zusammenhang mit efer gesamten zionistischen Situation $r* 49