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Der jüdische Wille · 1934-01-01 · Heft 1 (Januar 1934) · page 31

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 1 (Januar 1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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werden kann, seinen Einfluß auf diejenigen Mitglieder des Hechaluz auszuüben, die auch dem K.J.V. angehören, und für den Gedanken des Kibbuz zu werben* In diesem Zusammenhange sei auf den Plan hingewiesen, einen K.J.V.er- Kibbuz in Palästina zu gründen. Ob dieser Gedanke richtig ist oder nicht, ist eine Frage für sich, aber die Lösung und wie sie gelöst wird, ist von entscheidender Bedeutung für unsere Bundesbrüder, die dem Hechaluz angehören* und auch maßgebend für das weitere Verhältnis des gesamten K.J.V. zum Hechaluz. Was die Frage der Kibbuziuth und die Frage des K.J.V.er-Kibbuz für dieses Verhältnis bedeuten, gilt noch für eine Reihe anderer Probleme. Wenn es in diesen Dingen hier und in Palästina zu einer Uebereinstimmung kommen wird, dann wird eine fruchtbare Zusammenarbeit möglich sein, und es wird z. B. ausgeschlossen sein, daß, ohne sich vorher verständigt zu haben, einmal der Hechaluz, das andere Mal das K.J.V. und ein drittes Mal zufällig beide Organisationen zu gleicher Zeit Vertreter besuchsweise an die Stellen schicken, auf denen sich Bundesbrüder in Hachscharah befinden. Es ergibt sich daraus ein Gegeneinanderarbeiten oder wenigstens ein sinnloses Nebeneinandergehen. Ich glaube nicht an einen wirklichen Gegensatz zwischen den Interessen des K.J.V, und des Hechaluz. Allerdings wird ein solcher nur dann nicht vorhanden sein, wenn es bei uns nicht Menschen mehr gibt, die von einer getrennten Hachscharaharbeit überzeugt sind. Andererseits muß auch der Hechaluz Verständnis für den besonderen Charakter der K.J.V.er-Hachscharah aufweisen. Dieser ist vornehmlich durch den Umstand gegeben, daß die Bundesbrüder aus dem Milieu des K.J.V. kommen und sich daraus besondere Schwierigkeiten für die Hachscharah ergeben. Die Lösung dieser Schwierigkeiten, fernerhin das Beschaffen und Besetzen der Stellen, die Auswahl und die Zulassung der Bundesbrüder für die Alijah muß vom K.J.V» in gemeinschaftlichem Zusammenwirken mit dem Hechaluz geschehen. Wenn die erwähnten Voraussetzungen zutreffen werden, wird es ein leichtes sein, mit dem Hechaluz so zusammenzuarbeiten, wie es im Interesse unserer Menschen und Palästinas am dienlichsten wäre. Vom Kartelltag erwarten wir, daß er die hier angeschnittenen Fragen behandelt, eine Entscheidung für die Zukunft trifft und ein neues Präsidium wählt, welches imstande ist, die Arbeit in den A.H.-Bünden in Angriff zu nehmen, die aktiven jüngeren Bundesbrüder in den oben aufgezeigten Bahnen zusammenzufassen, die Hachscharaharbeit im Einklänge mit dem Hechaluz zu leiten und die Beziehungen zum palästinensischen Kartell und zu den Verbindungen im Ausland aufrecht zu erhalten. Partei oder Bund. Um die Zukunft des K. J. V. Von Walter Groß. Zu glauben, ^daß der kommende Kartelltag der letzte sein werde, fällt sicher den meisten von uns sehr schwer. Wir alle sind vom K.J.V. geformt worden; es gibt keinen unter uns, der das Kartell aus seiner persönlichen Entwicklungs- und zionistischen Bildungsgeschichte auszulöschen vermöchte. Wir alle werden in diesem Sinne K.J.V.er sein und bleiben und als solche auch erkennbar sein. Das Kartell ist in uns zu lebendig, als daß wir es formell begraben könnten. Es würde immer wieder auferstehen« Und da dem so ist, 32

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