Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Verhandlungen ergaben weiter begründete Aussicht auf Sicherung einer lür 75 Familien genügenden Bodenfläche zur späteren Ansiedlung. Die Vor-» Aussetzung hierzu ist die Bereitwilligkeit der Chawerim und ChaWeroth, da* ihnen zur Verfügung stehende Geld zur Verfügung zu stellen* Das Geld, Söll dem KKL als Anleihe gegeben werden und wird uns im Zeitpunkt der Aan. Siedlung zur Verfügung stehen. Nach einer ausführlichen Besprechung dieser Verhandlungsergebnisse erklärten sich die bei der Tagung in Beth Alpha anwesenden Chawerim und Chaweroth mit der Durchführung dieses Planes einverstanden. Für die weiteren Verhandlungen wurde ein Waad bestimmt, der aus den Chawerim Franz Brüll, Nechemja Ginsburg, Robert Mendel, besteht, und dem als Fachberater Max Hirsch zur Seite steht. Dieser Plan bedeutet die Möglichkeit, eine größere Fläche Boden in jüdische Hände zu bringen und 75 Familien zur Ansiedlung zu verhelfen, an einem Punkt des Landes, auf dem die nächste jüdische Kolonisation konzentriert werden soll Der Entschluß, in kollektiver Form auf Boden, der noch durch Geld und Arbeit zu erlösen ist, zu unserer Ansiedlung zu kommen, entspringt unseren Vorstellungen eines zionistischen Lebens in Erez Israel. Diejenigen, die mit uns zusammen diesen Weg gehen wollen, müssen sich mit uns schriftlich oder mündlich in Verbindung setzen, und zwar möglichst bald, da mit der Errichtung der Plugah schon in den nächsten Wochen begonnen werden soll. Schalom! Franz Brüll, Beth Alpha Nechemja Ginsburg, Jagur Robert Mendel, Beth Alpha« Aus unserer Hadiscfiarah. a) Bericht aus Riga. Seit dem Besudi von Rbr. Molly Tempel und Bbr. Max Zimels hat sidb hier einiges entwickelt, was Eurer Beachtung nicht entgehen sollte. Es ist endlich nach wochenlangen Bemühungen gelungen, einen Kibbuz zu gründen, dem sämtliche deutsche Chawerim und Chaweroth und eine Chawerah aus Finnland angehören. Die Letten, die sämtlich der allgem. zionistischen Jugendorganisation Herzliah angehören und in einem besonderen Gdud — Hachscharah von Anfang an organisiert waren, sahen deshalb für sich keine Notwendigkeit« dem Kibbuz beizutreten. Trotzdem einigte man sich dahin, Tarbutharbeit einschl. Hebr. und Oneg Schabbath gemeinsam zu machen. Die erste Assefah, die Ende Oktober stattfand, forderte von der Chewrah die Anerkennung der Gemeinschaftskasse, der gemeinsamen Bibliothek und des Waad. Darauf übernahm der Waad, der sich aus den Bbr. Ernst Hurwitz, Erich u. Gerh. Romm, Vera Grünberg und Joseph Günsberg zusammensetzt, die Leitung des Kibbuz. Die Schwierigkeiten innerhalb des Kibbuz waren eigentlich weit geringer, als am Anfang befürchtet. Vielleicht lag das daran, daß immerhin der größte Teil von uns sechs ziemlich ereignisreiche Monate zusammen verlebt hatte, und so zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen war, für die es jetzt nur noch galt, die ihr geeignete Form zu finden. Auch über die Tarbutharbeit läßt sich einiges Günstige sagen. Es finden' jede Woche zwei Kurse Hebräisch zu je zwei Stunden für vier Gruppen, dem Können nach abgestuft, statt. Ferner ein Kurs über Palästina, geleitet yo|l 1»