Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Wille · 1934-01-01 · Heft 1 (Januar 1934) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 1 (Januar 1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2827066-3186699-3186700--0731-3186789
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Bbr, Max Hirsch zu der bisherigen Diskussion« Was die Frage betrifft, ob man sich heute schon über die Form der späteren Ansiedlung in« Klare kommen müsse, so sei jedenfalls richtig, daß man sich wenigstens der Verschiedenheit der Möglichkeiten bewußt sein müsse, Hinsichtlich der Berufsfragen (Verwachsenheit mit der Landwirtschaft) muß gesagt werden, daß man ihretwegen weder abwarten noch sich allzu eilig festlegen dürfe, Bbr, Nechemja G i n s b u r g warnt vor der Isolierung von der chaluzischen Bewegung, die die Folge gewisser sogenannter Individualitätsbestrebungen sein können. Wir dürften uns nicht mit einem „idyllischen" Kreise begnügen. Bbr, Herrnstadt berichtet von seinen Erfahrungen, die er bei einer Organisierung einer Siedlungsgruppe gemacht hat. Der entscheidende Mangel sei auf finanziellem Gebiet, Bbr, B e r g e r betont die Schwierigkeiten, die sich aus »der verschiedenen Kapitalskraft der Siedelnden ergeben. Nach kurzen Ausführungen von Bbr. Löwe und Bbr. Hans Anton Wo 1 f'j der das Bewußtsein, Vortruppe zu sein, als unerläßlich bezeichnet, schließt Bbr. Max Hirsch die Diskussion ab. Man solle, so meinte er, die Schwierigkeiten, die sich aus der verschiedenen Kapitalskraft der Bundesbrüder ergeben, nicht überschätzen. So sei es in der Vergangenheit vorgekommen, daß denjenigen^ die mit Kapital in eine Gemeinschaft eingetreten seien, zuweilen dieses Kapital, das als Anleihe gegeben war, bei ihrem Austritt zurückgezahlt worden sei, oder daß sie als Entgelt bei ihrem Austritt bei der Besetzung städtischer Stellen bevorzugt worden seien. Ferner glaube er, daß für eine Geldbeschaffung aus nationalem Fonds im allgemeinen keine unüberwindlichen Schwierigkeiten bestünden. Es wurde anschließend auf Anregung von Bbr. Ginsburg eine Zusammenkunft der interessierten Bundesbrüder verabredet und die Sitzung geschlossen« Es wurde eine Arbeitskommission gewählt, die aus den Bundesbrüdern Max Hirsch, Franz Brüll und N. Ginsburg besteht. Mit bundesbrüderlichem Gruß Das Präsidium des K.J.V« gez. Max H i r s c h. c) Bericht über die unternommenen Schritte zur Schaffung einer K. JLV.-Siedhing. Die Tagung in Beth Alpha vom 16, 12« 1933« Es beteiligten sich an der Besprechung 31 Chawerim und Chaweroth. Franz Brüll berichtete über die Verhandlungen, die seit der Tagung in Gewa von ihm und Nehemia Ginsburg mit den offiziellen Stellen geführt wurden: Zur späteren Ansiedlung ist die Bildung einer selbstwirtschaftenden Gruppe nötig, die sich im Zusammenleben bewährt und sich zum Aufbau einer Wirtschaft geeignet erweist. Diese Plugah erhält in einer der bestehenden Moschawoth — es wurde Benjamina oder Chederah vorgeschlagen — einen Migrasch von mehreren Dunam, auf dem außer den Wohngebäuden eine HilfsWirtschaft, bestehend aus Hühnerstall, Baumschule, Gemüsegarten, evtl. kleinerem Kuhstall, errichtet werden soll. Die Mittel hierzu wurden uns von der Agency in Aussicht gestellt. Der größte Teil der Chawerim wird in der betreffenden Moschawah auf Außenarbeit gehen. Acht Chawerim und Chaweroth werden in spezielle Fachhachscharah verschickt, um wichtige Zweige der Landwirtschaft gründlich zu erlernen. Die Auswahl dieser Menschen erfolgt durch den Waad unserer Gruppe nach den Vorschlägen von Max Hirsch. 18

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.