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Der jüdische Wille · 1934-01-01 · Heft 1 (Januar 1934) · page 13

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 1 (Januar 1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Arlosoroff und andere Führer der zionistischen Bewegung als Verräter, Ueberläufer, Knechte Englands, Bundesgenossen von Stalin angeprangert« S m o i r a wies auf die intellektuelle und moralische Leichtfertigkeit hin«, mit der man im Anschluß an die Veröffentlichung eines Briefes, den ein Schüler an seinen Freund schrieb, und der mit der Unterschrift endet: „bebir~ kat rezach Arlosoroff", (mit dem Gruße des Arlosoroffmordes) die Arbeiterschaft beschuldigte, diesen von den Lehrern des Schülers als authentisch anerkannten Brief, gefälscht zu haben, Smoira erklärte, daß er in seinem Referat natürlich nur wenige Zitate habe bringen können, daß er aber aus dem vorliegenden Material so viele Aeußerungen als Belege beibringen könne, daß eine Tagung allein nicht genüge« Im zweiten Teil seines Referates behandelte Smoira die Frage des Primates der zionistischen Disziplin, Die Stellungnahme der Revisionisten in dieser Frage allein genüge schon, um Bundesbrüder, die der Weltunion der Revisionisten angehören, nicht im K.J.V. zu dulden, da das K.J.V. stets die Ansicht vertreten habe, daß die Unterwerfung unter die Disziplin der zionistischen Weltorganisation der erste Grundsatz für jeden K.J.V.er sein muß. Auch .die Stellungnahme dieser Partei zu den zionistischen Fonds, welche bei jeder Gelegenheit verächtlich gemacht werden und zu deren Sabotage man öffentlich auffordert, verstoße gegen alle Forderungen und Prinzipien des Kartells« Weiterhin beschäftigte sich Smoira mit dem Einwand, der gewöhnlich im Namen der Bundesbrüderlichkeit gemacht wurde: es sei unzulässig, Bundesbrüder, die doch Zionisten seien, nur weil sie einer anderen Parteirichtung angehörten, aus dem Kartell auszuschließen. Wenn man die Forderung nach Bundesbrüderlichkeit in diesem Zusammenhang erhebe, so muß man gerade im Namen der Bundesbrüderlichkeit die Ansicht vertreten, daß die Sprache, der Geist und die Methoden, mit denen die rev, Partei arbeite, unvereinbar sind mit der Sprache und dem Geist des K.J.V, Man müsse es verstehen, daß es unmöglich sei, eine enge menschliche Gemeinschaft zu bilden mit Menschen, die sich zu den Methoden der systematischen Verleumdung und Beschimpfung bekennen. Auch die menschlichen Erziehungsziele und Methoden, wie sie seit jeher im K.J,V. Geltung gehabt haben, sind den menschlichen Erziehungszielen, wie sie die revisionistische Union propagiert, diametral entgegen gesetzt» Die Diskussion zu diesem Referat zeichnete sich durch außerordentliches Ernst und durch hohes politisches Niveau aus. Aus der Diskussion heben wir hervor die Rede von Bbr. Blumenfeld, der nochmals in einer sehr ein» dringlichen und überzeugenden Form die Ausführungen von Bbr, Smoira: unterstrich und ergänzte, und die Ausführungen von Bbr. Lichtheim, der gegen den Ausschluß der rev, Bundesbrüder Stellung nahm, weil das K.J,V* nicht das Recht habe, eine politische Stellungnahme Bundesbrüdern zu unter» sagen, so lange sich diese Stellungnahme innerhalb der dem Kongreß angehörenden Parteien vollzieht. Außerdem hatten die Bundesbrüder Biram, Nagler und Z1 ocisti Briefe an die Tagung gesandt, in denen sie sich gegen die Behandlung dieser Frage überhaupt wandten. Diese Briefe, die schon mit Hinsicht auf die Verfasser große Beachtung fanden, konnten aber an dem Ergebnis der Aussprache und der Abstimmung nichts ändern. Nach Schluß der Diskussion wurde vom Präsidium folgender Antrag ein* gebracht: „Das K.J.V. verurteilt aufs schärfste die unmoralischen politische» Kampf- und Erziehungsmethoden, die von der zur revisionistischen Union gehörenden Gruppe der palästinensischen Revisionisten angewandt werden. (Einstimmig angenommen mit einigen Stimmenthaltungen.) 14

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