Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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über die bisherige Tätigkeit des Präsidiums, besonders über die Bildungsarbeit, die Organisierung des K,XV. und über die Finanzierung. Es sollen in Jerusalem, Haifa, Tel Aviv und evtl. auch an weiteren Punkten des Landes Ortsgruppen des K.J.V. gegründet werden. Die Bundesbrüder sind zur Zahlung eines regelmäßigen Beitrages verpflichtet. Auf dem Gebiete der Kulturarbeit soll die hebräische Arbeit an erster Stelle stehen. Um die Bundesbrüder in die Probleme des palästinensischen Lebens und des Jischuw einzuführen, wird in den drei Städten des Landes ein Vortrags-Cyklus veranstaltet werden, der 24 Vorträge aus allen Gebieten des wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Lebens umfaßt. Diese Vorträge werden öffentlich sein und bedeuten also auch einen wichtigen Beitrag für die zionistische Erziehungs- und Aufklärungsarbeit innerhalb der deutschen Alijah. Danach berichtete Bbr. Walter P r e u s s über Probleme der Hachscharah. Er unterschied drei Kategorien von Olim aus Deutschland, die zur Hachscharah gehen: 1. Bemittelte Kreise, die zur Ansiedlung streben und sich kürzere Zeit ausbilden wollen. Für diese Kreise sind Hachscharahstellen in bestehenden Siedlungen unschwer zu erhalten, 2. Jüngere, unbemittelte Kreise, die zur landwirtschaftlichen Arbeit übergehen. So weit sie sich bestehenden Kibuzzim und Kwuzoth anschließen wollen, sind auch für diese Gruppen keine Schwierigkeiten vorhanden, geeignete Stellen zu finden, wo sie landwirtschaftlich gut ausgebildet werden können. Von Wichtigkeit ist es aber auch, die von der „Hitachduth Olej Germania" geschaffenen Chawuroth zu stützen und auszubauen, in denen ein Kern zionistisch geschulter Menschen fehlt, und die bei geeigneter Führung zu wichtigen Stützpunkten der Siedlung deutscher Juden in der Zukunft werden können. Die dritte Gruppe der Hachscharahtätigkeit betrifft Menschen, die in der Stadt bleiben und zur handwerklichen Tätigkeit übergehen wollen oder müssen. Hier bestanden bisher große Schwierigkeiten, aber es steht zii hoffen, daß auch auf diesem Gebiete sich in absehbarer Zeit neue Perspektiven eröffnen werden. Das Hauptreferat über die revisionistische Frage hielt Bbr. Moses S m o i r a. Smoira betrachtet es als seine Aufgabe, den Bundesbrüdern eine ungefähr« Vorstellung von der Atmosphäre zu geben, die durch die revisionistische Presse in Palästina erzeugt worden ist. Er gab im wesentlichen Auszüge aus dem Chasit Haam, dem repräsentativen Organ der palästinensischen Revisionisten. In diesem Organ veröffentlicht z. B. Bbr. Julius Fröhlich, der Führer des palästinensischen Brith Trumpeldor, seine Erlasse an die Betharim. In fast jeder Ausgabe dieser Zeitung finden sich Beschimpfungen und Verleumdungen der zionistischen Führer, insbesondere der Führer der Arbeiterschaft, finden sich weiter verächtliche und feindselige Auslassungen gegen die Institutionen der zionistischen Organisation, denen ja nicht nur in der Presse, sondern auch im zionistischen Leben von den Revisonisten die Gefolgschaft versagt wird. Die rev. Presse hat in der Jugend eine unselige Mentalität erzeugt, hat die rohe Gewalt und die Verleumdung als Kampfmittel in unserer Bewegung eingeführt. Smoira zitierte zahlreiche Artikel als Belege für seine Thesen. So erinnerte er z. B. an einen Artikel im Chasit Haam, der am Morgen des 16. Juni, an dem Tage, als Arlosoroff ermordet wurde, erschienen war. In diesem Artikel ebenso wie in zahlreichen anderen werden 13