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Der jüdische Wille · 1934-01-01 · Heft 1 (Januar 1934) · page 9

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 1 (Januar 1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Der palästinensische Revisionistenbeschluß ist mit ganz überwiegender Mehrheit gefaßt worden. Dabei ist zu beachten, daß der Beschluß nicht auf der ersten, sondern auf der zweiten Tagung gefaßt wurde. Er ist auf der ersten Tagung als Tagesordnung für die zweite Tagung festgesetzt worden, und wir wissen, daß in den vier Wochen, die zwischen den beiden Tagungen lagen, von den palästinensischen Bundesbrüdern die Frage sehr eingehend diskutiert worden ist. Es kann also nicht gesagt werden, daß es sich um eine Zufallsentseheidung handelt, und daß die meisten anwesenden Bundesbrüder nicht ausreichend informiert waren. Die Arbeiten des Präsidiums waren u. a. auch dadurch stark beeinträchtigt, daß die meisten der in Leipzig gewählten Bundesbrtider inzwischen ausgewandert sind. Paul Hirsch, Franz Brüll, Hermann Jacobi, Karl Nathan, Kurt Stein, Gerhard Liebes und Ernst Lewin sind nach Palästina übergesiedelt. Hans Klee befindet sich in Basel und wird demnächst auch nach Palästina übersiedeln. Rudi Abraham ist nach Riga gegangen, wo er in der dortigen zionistischen Organisation tätig ist. Nach Uebersiedlung von Paul Hirsch hat Heinz Levinsohn das Präsidium übernommen. Außer ihm sind nur noch Georg Hirsch, Konrad Jacoby und Hans Lipschitz von den in Leipzig gewählten Bundesbrüdern in Deutschland. Das Präsidium kooptierte: Ernst Böhm, Hans Friedenthal, Ernst Marcus, Hans Sternberg, Heini Strauß, Walter Tempel, Leo M isel als Sekretär. Ungeheuer war die Fülle der Aufgaben, die an das Präsidium in diesem letzten Jahr gestellt wurden. Sicherlich hat nur ein Teil der Aufgaben in Angriff genommen und ein noch kleinerer Teil erfüllt werden können. Das K.J.V. war in diesem Jahr eben in einem Stadium völliger Umformung. Jetzt erst ist eine gewisse Konsolidierung eingetreten, und jetzt erst kann die Entscheidung getroffen werden über die künftige Arbeit des K.J.V. in Deutschland. Der Kartelltag wird sich über den Weg zu entscheiden haben, den das K.J.V. gehen soll. Der Kartelltag wird die Grundsätze aufstellen müssen, nach denen das neue Präsidium das Kartell zu führen hat, und es kann nur ein Präsidium in Frage kommen, das geschlossen hinter dem vom Kartelltag gebilligten Programm steht. Vom Leben des K.J.V. in Palästina. Aus einigen Berichten: a) Die Konstituierung des K.J.V. in Palästina. Bericht über die Tagungen vom 15« 9. 33 und 14. 10. 33. Am 15. September 1933 und am 14. Oktober 1933 fanden in Tel Aviv zwei Tagungen der palästinensischen K.J.V.er statt, die sich mit der Frage der Organisierung der K.J.V.er in Palästina und der Aufgabengebiete des K.J.V. befaßten. An diesen Tagungen nahmen jedesmal mehr ab 200 Bundesbrüder teil, das ist etwa 2/3 der in Palästina lebenden K.J.V.er. Die Beschlüsse dieser Tagungen, die wir nachfolgend übermitteln werden, stellen also die W

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