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Der jüdische Wille · 1934-01-01 · Heft 1 (Januar 1934) · page 7

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 1 (Januar 1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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wirtschaftliche Hachscharah. Neben diesen Zentren hatten wir in Lichtenrade eine Anzahl Bundesbrüder untergebracht. Diese Hachscharah mußte aber nach kurzer Zeit abgebrochen werden; die betreffenden Bundesbrüder wurden an anderen Orten untergebracht. Auch sonst sind die Bundesbrüder in kleineren Gruppen teils in Deutschland, teils in Frankreich untergebracht. Ueber die Hachscharah ist in mehreren Nummern des „Jüdischen Willen" schon berichtet worden. Trotz mancher Mängel kann die Arbeit doch insofern als geglückt betrachtet werden, als wir tatsächlich alle in Betracht kommenden Bundesbrüder haben unterbringen können. Bundesbruder Hans Sternberg, der inzwischen auch in das Präsidium kooptiert worden ist, hat die Hachscharah in Riga einige Zeit geleitet. Riga und Memel sind auch später öfter von Bundesbrüdern besucht worden. Als im Juli 1933 sich unsere aktiven Verbindungen gemäß einem Erlaß des Kultusministers und einem sich darauf stützenden Ersuchen der Rektoren der Universitäten auflösen mußten, wurde insofern ein schon bestehender Zustand nur noch legalisiert, als in den Verbindungen kaum noch Studenten waren. Wir haben versucht, die jungen Bundesbrüder aus den Verbindungen in Berlin in die Junggfuppen der B.Z.V. überzuleiten. In Berlin haben sich nämlich ganz spontan innerhalb der Bezirksgruppen der B.Z.V. Junggruppen gebildet, und innerhalb dieser Junggruppen bildeten sich wiederum Aktivkreise. Diese Aktivkreise sollten nach unseren damaligen Vorstellungen in das K.J.V. eingegliedert werden. Dem standen aber erhebliche praktische Schwierigkeiten entgegen. Der tatsächliche Zustand war schließlich der, daß diese Junggruppenarbeit zu einem erheblichen Teil von K.J.V.ern geleitet wurden. Im Waad der Junggruppen wurden wir durch Konrad Jacoby vertreten. Diese Junggruppenarbeit hat sich außerordentlich günstig entwickelt. Viele der Menschen, die heute in den Aktivkreisen der Junggruppen sind, wären unter anderen Umständen K.J.V.er geworden. Die Erziehungsarbeit, die dort geleistet wird, entspricht im wesentlichen dem Geist der K.J.V.er-Erziehung. Im übrigen wird auf den Artikel von Konrad Jacoby in diesem Heft verwiesen. Aus der Arbeit des Palästina-Ressorts ist, abgesehen von der oben behandelten Hachscharah-Arbeit, zu berichten, daß die Zertifikatsanträge von Bundesbrüdern geprüft und vor der Zertifikationskommission des Palästina- Amts vertreten werden. Im Verlaufe des letzten Halbjahres haben ca. 50 Bundesbrüder, die durch uns vertreten wurden, ihr Zertifikat erhalten. Wir haben ferner im letzten Jahr vier Gesellschaftsreisen nach Palästina organisiert, die bis auf die erste als vollkommen geglückt bezeichnet werden können, so daß wir uns entschlossen haben, zu Purim und Pessach neue Reisen zu organisieren. Was die Alt-Herren-Arbeit angeht, so konnten selbstverständlich die Reorganisationsfragen, die in unserem Programm standen, nicht verwirklicht werden. Eine große Anzahl von Alten Herren hatte Deutschland verlassen. Das hat nicht nur die Neuorganisierung der Bezirksverbände unmöglich gemacht, sondern darüber hinaus sogar eine gewisse Desorganisierung der Altherrenschaft herbeigeführt. Erst allmählich ist in letzter 2teit eine gewisse Stabilisierung eingetreten, die es möglich machen wird, wieder Ordnung in die gelichteten Reihen der Altherrenschaft zu bringen. Auch die besonderen Pläne für die Berliner Altherrenschaft konnten nicht verwirklicht werden. Wir waren daran gegangen, die Berliner Altherrenschaft nach regionalen Gesichtspunkten in kleinere Gruppen einzuteilen. Diese Versuche hatten im Anfang des Kartelljahres erfolgversprechend begonnen* Bei den verschiedenen Bundesbrüdern haben Gruppenveranstaltungen statt- 8

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